Weltliche Mitglieder des Oberkirchenrates gewählt

Von der Synode in den Oberkirchenrat gewählt: Günter Köber, Gerhild Herrgesell, Dieter Beck (v.l.). Foto: epd/Uschmann
Von der Synode in den Oberkirchenrat gewählt: Günter Köber, Gerhild Herrgesell, Dieter Beck (v.l.). Foto: epd/Uschmann

Dieter Beck neuer juristischer Oberkirchenrat – Gerhild Herrgesell und Günter Köber im Amt bestätigt

Wien (epdÖ) – Die neuen weltlichen Mitglieder des Oberkirchenrates der Evangelischen Kirche A.B. heißen Dieter Beck, Gerhild Herrgesell und Günter Köber. Beck wird künftig für juristische Belange in der Kirche zuständig sein. Gerhild Herrgesell, die seit 2012 als Oberkirchenrätin für Kirchenentwicklung der Kirchenleitung angehörte, wurde in ihrem Leitungsamt ebenso bestätigt wie Günter Köber, der das Amt des wirtschaftlichen Oberkirchenrats seit 2016 bekleidet.

Auf Beck entfielen 55 Stimmen, auf Herrgesell 39, Köber erhielt 55 von 56 Stimmen. Mit den weltlichen Oberkirchenräten bzw. der Oberkirchenrätin wählten die Synodalen drei der höchsten Leitungsämter der evangelisch-lutherischen Kirche, die Nicht-Geistlichen offen stehen. Die Leitungsämter werden ehrenamtlich ausgeübt.

Der 1955 in Linz geborene Beck betonte, mit der Übernahme des Amtes „seine juristischen Fähigkeiten einbringen und der Kirche etwas zurückgeben“ zu wollen. Der Jurist hatte lange Zeit im Landwirtschaftsministerium gearbeitet, seit 1994 ist er am Verwaltungsgerichtshof tätig, seit 2014 als Senatspräsident. Beck war seit 2005 Ersatzmitglied im Revisionssenat der Evangelischen Kirche A.u.H.B. und seit 2013 Untersuchungsführer im Disziplinarobersenat der Kirche A.u.H.B. Dieter Beck folgt auf Heinz Tichy, der im Juni dieses Jahres verstorben war.

Herrgesell sagte, sie wolle die „mit viel Herzblut und Engagement begonnene Arbeit“ in der Abteilung für Kirchenentwicklung fortführen. Die 1959 geborene Religionspädagogin war Fachinspektorin für Religionsunterricht in Wien und unterrichtet an mehreren Schulen in Graz evangelische Religion. Ehrenamtlich arbeitet Herrgesell seit vielen Jahren in der Pfarrgemeinde Graz-Heilandskirche mit. 2006 wurde sie zur stellvertretenden Landeskuratorin gewählt, 2012 erfolgte erstmals die Wahl zur Oberkirchenrätin für das neue Ressort Kirchenentwicklung.

Köber, 1957 in Wien geboren, bedankte sich für die Nominierung und freute sich auf die Fortsetzung seiner Arbeit als wirtschaftlicher Oberkirchenrat. Der selbstständige Bauunternehmer war von 2004 bis 2014 Abgeordneter in der Wiener Superintendentialversammlung. Seit 2012 ist er Synodaler, seit Juni 2016 wirtschaftlicher Oberkirchenrat. In seiner Heimatgemeinde Wien-Floridsdorf ist Köber seit vielen Jahren in verschiedenen Funktionen ehrenamtlich engagiert.

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ISSN 2222-2464