Weltgebetstag der Frauen: Polen im Mittelpunkt

Am ersten Freitag im März werden seit 118 Jahren in mehr als 180 Ländern der Erde ökumenische Gottesdienste gefeiert

Wien (epd Ö) – „Lasst uns Licht sein“ lautet das Motto des Weltgebetstages der Frauen am 4. März 2005. Diese Botschaft verstehen die polnischen Frauen als „Herausforderung für die persönliche Glaubenshaltung und die Rolle der Kirchen in Polen und weltweit“, so das Ökumenische Nationalkomitee Österreich in einer Aussendung. Das Nationalkomitee koordiniert den Weltgebetstag in Österreich.

„Polen ist ein Land im Umbruch. Freilich sind durch die politischen und wirtschaftlichen Veränderungen auch große soziale Nöte entstanden. Hohe Arbeitslosigkeit, von der besonders Frauen und junge Menschen betroffen sind, Preissteigerungen sowie lückenhafte medizinische Versorgung stürzen viele in bittere Armut“, berichtet die Vorsitzende des Nationalkomitees, Elisabeth Papauschek. Gerade in dieser schwierigen Situation brauche es engagierte Christinnen und Christen, die anderen Menschen, vor allem den jungen, Orientierung geben können.

Der Weltgebetstag der Frauen ist die größte ökumenische Basisbewegung. Er vereint Frauen aus unterschiedlichen Konfessionen und Ländern und ermöglicht dadurch einen Erfahrungsaustausch zwischen verschiedenen Traditionen und Kulturen. Am ersten Freitag im März werden deshalb seit 118 Jahren in mehr als 180 Ländern der Erde ökumenische Gottesdienste gefeiert. In Österreich findet der Weltgebetstag der Frauen seit 53 Jahren und in mehr als 400 Orten statt.

Im Vorjahr war der Weltgebetstag Panama gewidmet. Er wurde in 419 Orten und noch mehr Gemeinden in Österreich gefeiert. Die Kollekte betrug 165.751,83 Euro. Damit konnten alle Projekte des Weltgebetstages unterstützt und auch zusätzliche Pläne finanziert werden.

ISSN 2222-2464