„Weltgebetstag der Frauen“ mit Frankreich-Schwerpunkt

Das Thema des diesejährigen Weltgebetstages der Frauen am 1. März stammt aus Frankreich und steht unter dem Leitgedanken: "Ich war fremd - ihr habt mich aufgenommen". (Foto: M.Schachamayr)
Das Thema des diesejährigen Weltgebetstages der Frauen am 1. März stammt aus Frankreich und steht unter dem Leitgedanken: "Ich war fremd - ihr habt mich aufgenommen". (Foto: M.Schachamayr)

Fremd-Sein steht im Mittelpunkt der gemeinsamen Liturgie

Wien (epdÖ) – In diesem Jahr laden Frauen aus Frankreich zum „Weltgebetstag der Frauen“ am Freitag, 1. März ein. Die Gottesdienste, die weltweit gefeiert werden, stehen unter dem Leitgedanken „Ich war fremd – ihr habt mich aufgenommen“. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Liturgie, die vom französischen Liturgieausschuss erarbeitet wurde, stehen heuer sechs Frauen aus Afrika und Europa.

Der Weltgebetstag vereint christliche Frauen über alle konfessionellen und nationalen Grenzen hinweg. Er lässt teilhaben an Glaubenserfahrungen von Christinnen aus anderen Ländern und Kulturen. Aus dieser Begegnung im Gebet entsteht Solidarität und die Bereitschaft zu helfen. Konkret geschieht das durch Bewusstseinsbildung, Öffentlichkeitsarbeit und vor allem durch die Förderung von Projekten. In diesem Jahr werden zwei Projekte unterstützt. CASAS, eine kleine, lokal tätige NGO in Straßburg, betreut AsylwerberInnen, die nicht in staatlichen Einrichtungen untergebracht sind. 120 ehrenamtliche und sechs TeilzeitmitarbeiterInnen unterstützen AsylwerberInnen in den Anforderungen des täglichen Lebens und bei der Einreichung ihres Asylantrags. Die Organisation hilft aber auch mit Nahrungsmitteln, Französischkursen, Geld für öffentliche Verkehrsmittel. In akuten Notsituationen vermittelt CASAS private Wohnunterkünfte bei Familien, in Pfarren oder auch in Hotels.
Das Projekt „Unterbringung von MigrantInnen mit Gewalterfahrungen“ der NGO „La Cimade“ in Massy will speziell Flüchtlingsfrauen helfen, die gerade nach Frankreich gekommen sind und in der noch fremden Gesellschaft Fuß fassen möchten. Betroffene Frauen und ihre Kinder können mindestens sechs Monate hier leben und werden dabei unterstützt, eine eigene Bleibe zu finden. Psychologische und medizinische Versorgung kann bei Bedarf in Anspruch genommen werden. Das erfahrene Team des Zentrums begleitet die Frauen durch individuelle Gespräche, bietet Französisch-Unterricht und ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm an, um ihnen wieder ein Stück weit ihr Selbstvertrauen zurückzugeben.

Gemäß der Idee des „Global denken – lokal handeln“ erfahren die TeilnehmerInnen viel über die Lebenswirklichkeit von Frauen in anderen Ländern. Gleichzeitig sind sie in ihrer Gemeinde aktiv. Ein sichtbares Zeichen der Solidarität ist die Förderung von Frauenprojekten durch die Kollekte.

Weitere Informationen zu den Projekten finden Sie unter: www.weltgebetstag.at/

ISSN 2222-2464