Weltgebetstag der Frauen mit Fokus auf Kuba

Beim diesjährigen Weltgebetstag der Frauen werden Projekte im Karibikstaat Kuba unterstützt. (Foto: WGT)
Beim diesjährigen Weltgebetstag der Frauen werden Projekte im Karibikstaat Kuba unterstützt. (Foto: WGT)

In Österreich und über 170 weiteren Ländern beten Christinnen aller Konfessionen gemeinsam

Wien (epdÖ) – In mehr als 170 Ländern der Erde beten am kommenden Freitag, 4. März, Christinnen und Christen aller Konfessionen gemeinsam und bekennen sich zum solidarischen Handeln für Frauen in Not. Der Weltgebetstag der Frauen steht heuer unter dem Motto „Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf“ (Mk 10,13-16) und hat besonders die Situation der Frauen auf Kuba im Fokus. Dort habe ein gesellschaftlicher Veränderungsprozess begonnen, der in vielfältiger Weise auf dem Rücken der Frauen ausgetragen werde, heißt es in der Ankündigung für die weltweite ökumenische Initiative. Die Überalterung der Gesellschaft, niedrige Geburtenraten und eine stetig anwachsende Emigration junger Kubanerinnen führen dazu, dass soziale Netzwerke brüchig werden.

In Österreich wird der Weltgebetstag in rund 400 Pfarrgemeinden begangen. Träger sind vor allem Frauenorganisationen christlicher Kirchen und Gemeinschaften. Das Nationalkomitee setzt sich aus den ökumenischen Teams in den Regionen zusammen. Wesentlicher Bestandteil der Gottesdienste am 4. März ist die Kollekte, über deren Verwendung jedes nationale Weltgebetstagskomitee unabhängig vom internationalen Schwerpunkt entscheidet. Mit der Kollekte der österreichischen Gemeinden werden heuer Projekte aus Kuba, Indien, Sierra Leone, Syrien, Ecuador, Kosovo, Ägypten und Österreich unterstützt.

Das Motto des diesjährigen Weltgebetstags findet sich auch am offiziellen Bild für den Tag, das von der jungen kubanischen Künstlerin Ruth Mariet Trueba Castro gestaltet wurde. Im Zentrum ist eine hellhäutige Erwachsenenhand, die eine dunkelhäutige Kinderhand hält, zu sehen. Damit soll ausgedrückt werden, dass es für die Zukunft Kubas von entscheidender Bedeutung ist, dass die verschiedenen Generationen „Hand in Hand“ gehen und ihren Beitrag leisten.

Der Weltgebetstag, der jeweils am ersten Freitag im März begangen wird, ist die größte ökumenische Basisbewegung von Christinnen. Seine Wurzeln liegen in der Weltmissionsbewegung des 19. Jahrhunderts in Amerika, in deren Rahmen eine eigenständige Frauenbewegung entstand. Am 4. März 1927 fand erstmals eine über die USA hinausgehende multinationale Feier des Ökumenischen Weltgebetstags der Frauen statt. Jedes Jahr bereiten Frauen aus einem anderen Land die Materialien vor, im vergangenen Jahr etwa waren es Christinnen von den Bahamas.

ISSN 2222-2464