Weltgebetstag der Frauen 2006 kommt aus Südafrika

Größte ökumenische Basisbewegung – Gottesdienste am ersten Freitag im März

Wien (epd Ö) – Unter dem Titel „Zeichen der Zeit“ ist Südafrika Thema des heurigen Weltgebetstags der Frauen am 3. März. „Südafrika ist ein Land, das große Veränderungen erlebt hat“, heißt es in einer Aussendung. Positive „Zeichen der Zeit“ sind die Abschaffung des Apartheid-Regimes und der Übergang zur Demokratie, die großteils friedlich erfolgten. Auf der anderen Seite ist, wie Elisabeth Papauschek, die Vorsitzende des österreichischen Nationalkomitees betont, „noch viel zu tun. Trotz wachsender Wirtschaft liegt die Arbeitslosenquote bei ca. 40 Prozent.“ Auch seien die Armut und die Benachteiligung der nicht-weißen Bevölkerung, insbesondere der Frauen, noch nicht beseitigt. „Eine neue, kaum zu bewältigende Herausforderung ist HIV/Aids, das viele positive Entwicklungen zunichte macht“, so Papauschek weiter.

Der Weltgebetstag der Frauen ist die größte ökumenische Basisbewegung. Er vereint Frauen aus unterschiedlichen Konfessionen und Ländern und ermöglicht dadurch einen Erfahrungsaustausch zwischen verschiedenen Traditionen und Kulturen. Am ersten Freitag im März werden am Weltgebetstag in mehr als 180 Ländern der Erde ökumenische Gottesdienste gefeiert. In Österreich findet der Weltgebetstag der Frauen in mehr als 400 Orten statt.

Im Vorjahr war der Weltgebetstag Polen gewidmet. Er wurde in 417 Orten und noch mehr Gemeinden in Österreich gefeiert. Die Kollekte betrug 148.097,99 Euro. Damit konnten alle Projekte des Weltgebetstags unterstützt und auch zusätzliche Pläne finanziert werden.

ISSN 2222-2464