Weisskircher: „Es gibt niemanden, der nichts lernen kann“

Geschäftsführer Michael Bubik machte darauf aufmerksam, dass auch viele Schülerinnen und Schüler, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, den Unterricht besuchen (Foto: epd/M.Uschmann)
Geschäftsführer Michael Bubik machte darauf aufmerksam, dass auch viele Schülerinnen und Schüler, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, den Unterricht besuchen (Foto: epd/M.Uschmann)

Neujahrsempfang des Evangelischen Schulwerks in Wien

Wien (epdÖ) – Mit einem Ausblick auf die Feierlichkeiten rund um den 150. Geburtstag des Schulgebäudes der Evangelischen Schulen am Karlsplatz beging das Evangelische Schulwerk A. B. Wien am 26. Jänner seinen traditionellen Neujahrsempfang im Evangelischen Gymnasium in Wien. Die Renovierungsarbeiten an dem von Theophil Hansen geplanten und 1860-62 gebauten Gebäude konnten abgeschlossen werden, berichtete Veronika Weisskircher, stellvertretende Geschäftsführerin des Schulwerks. Anhand einer Präsentation konnten erste Einblicke in das neu gestaltete  Schulgebäude gewonnen werden. Besonders schön gelungen seien die Bibliothek im Dachgeschoß, die Aula sowie die neuen Sonnenterrassen am Dach, zeigte sich Weisskircher zufrieden. Auch sonst könne das Schulwerk eine erfreuliche Bilanz präsentieren: Die Zahl der Schülerinnen und Schüler sei in allen Bereichen gewachsen, den stärksten Zuwachs verzeichnen die Horte. Neben der Schule am Karlsplatz wurde auch an anderen Standorten erweitert und gebaut, so entstand etwa ein neuer Hort in Wien-Gumpendorf. Mit Programmen wie „SchülerInnen lehren Eltern“ oder den inklusiven „FIT-Schulen“, an denen Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam unterrichtet werden, wollen die Bildungseinrichtungen des Schulwerks und der „Diakonie Bildung“ „am neuesten Stand“ sein. „Das Motto der pädagogischen Arbeit in unseren Einrichtungen lautet: es gibt niemanden, der nicht lernen kann“, so Weisskircher.

Michael Bubik, Geschäftsführer des Schulwerks, machte in seiner Ansprache auf das Schicksal junger Flüchtlinge aufmerksam, hauptsächlich aus Afghanistan, die oftmals ohne erwachsene Begleitpersonen in Österreich ankämen. Er verwies darauf, dass viele Schülerinnen und Schüler an evangelischen Schulen eine andere Muttersprache als Deutsch hätten.

„Ich bin sehr stolz auf alle, die für das evangelische Schulwerk arbeiten“, sagte der Wiener Superintendent Hansjörg Lein, der neben Superintendentialkuratorin Inge Troch, Simmerings Bezirksvorsteherin Renate Angerer und Stadtschulratsvizepräsident Helmut Günther Grußworte sprach. Der Neujahrsempfang wurde musikalisch umrahmt von einer Popband der Johann-Sebastian-Bach-Musikschule. Der Kabarettist Jörg-Martin Willnauer präsentierte Höhepunkte aus seinem aktuellen Programm.

ISSN 2222-2464