Weiland: Sichtbarer Ort der Begegnung mit Gott

Modell der neuen evangelischen Kirche in Waidhofen/Thaya präsentiert

St. Pölten, 15. Mai 2002 (epd Ö) „Eine Kirche heute hat Berechtigung, wenn Kirche ein sichtbarer Ort der Begegnung mit Gott und ein Ort der Befreiung ist, wo Werte wie Liebe, Gemeinschaft und Vergebung erfahren werden können.“ Das erklärte der Niederösterreichische Superintendent, Mag. Paul Weiland, bei der Modell- und Bildpräsentation der neuen evangelischen Kirche in Waidhofen/Thaya im Landesstudio Niederösterreich in St. Pölten am vergangenen Montag. Die geplante Kirche werde „eine Kirche der Frohen Botschaft sein“, so Weiland. „Sie ist Signal der Toleranz des Miteinanders und der Versöhnung.“ Der Superintendent wies darauf hin, dass durch die Pläne des griechisch-orthodoxen Künstlers und Architekten Efthymios Warlamis und anderer evangelischer und römisch-katholischer Künstler des Waldviertels die Kirche einen „besonderen ökumenischen Akzent habe“.

Warlamis: Die Freude der Menschen verdeutlichen

Idee und Planung der Kirche stammt von Prof. Mag. Arch. Efthymios Warlamis. „Es ist eine Kirche, die die Herzen der Menschen anspricht“, sagte Warlamis bei der Präsentation. „Das Schönste und Wichtigste bei der Planung der Kirche war das Gespräch mit den Menschen, sodass die Kirche nicht ein eigenwilliges künstlerisches Projekt ist, sondern an ihr die Freude der Menschen deutlich wird.“

Prof. Warlamis arbeitet seit über drei Jahren unentgeltlich an dem Projekt, um die evangelische Pfarrgemeinde Gmünd im Waldviertel zu unterstützen. Den finanziellen Grundstock legte eine Gustav-Adolf-Kindersammlung, der Verkaufserlös einer Siebdruckmappe mit Werken der mitgestaltenden Künstler, Prof. Arnulf Neuwirth, Linde Waber, Maria Hofstätter-Steiner und Heide Warlamis, kommt dem Projekt zugute. Die Siebdruckmappe kann zum Preis von 360 Euro über die Superintendentur Niederösterreich bestellt werden.

ISSN 2222-2464