Weiland: Friedrich Wilhelm Raiffeisen war „gut evangelisch“

Das Denkmal für Friedrich Wilhelm Raiffeisen im Hof des Palais Niederösterreich, in Wien. Foto: Andreas Praefcke
Das Denkmal für Friedrich Wilhelm Raiffeisen im Hof des Palais Niederösterreich, in Wien. Foto: Andreas Praefcke

Kritik an Darstellung im ORF-Magazin „Eco“

St. Pölten (epdÖ) – Kritik am ORF-Wirtschaftsmagazin „Eco“ hat der niederösterreichische Superintendent Paul Weiland geübt. Friedrich Wilhem Raiffeisen sei nicht, wie in einem Beitrag vom 12. April dargestellt, „streng katholisch“ gewesen, sondern „gut evangelisch“, hält Weiland fest. Diese Falschinformation sei „umso bedauerlicher,“ weil Friedrich Wilhelm Raiffeisen von seinem evangelischen Glauben her motiviert war, die Darlehenskassen zu gründen, damit Menschen nicht durch Wucherzinsen um ihre Existenz gebracht werden. Weiland: „Ihm ging es um die Verwirklichung christlicher Nächstenliebe.“ Das Christuswort „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“ (Matthäus 25/40) habe für Raiffeisen die Grundlage der Darlehenskassen-Vereine und deren ganzer Organisation gebildet. So sei Friedrich Wilhelm Raiffeisen ein „Beispiel für die gesellschaftspolitische Relevanz eines gelebten christlichen Glaubens, der in der Bibel seine Grundlage hat“. Dass die Raiffeisen-Organisation mit ihrem Kommen nach Österreich „katholisch gemacht“ worden sei, sollte „jedenfalls in einem seriösen Bericht nicht dazu führen, auch gleich den Gründer katholisch zu machen“, merkt der Superintendent an.

ISSN 2222-2464