Weiland: „Alle Menschen sind ein Bild Gottes“

Eröffnungsgottesdienst und Grußworte zu Beginn der Synode A.B. in St. Pölten

St. Pölten, 21. Oktober 2002 (epd Ö) „Wir alle sind ein Bild Gottes. Auch die Menschen in unseren Gemeinden, auch die Menschen, die andere Meinungen als wir haben. Das sollten wir nicht vergessen, wenn wir jetzt die Beratungen der Synode aufnehmen.“ Das sagte der niederösterreichische Superintendent, Mag. Paul Weiland, am 21. Oktober bei der Morgenandacht am 1. Sitzungstag der 2. Session der 12. Synode A.B. im Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten.

Zu Beginn der Sitzung verlas Weiland auch ein Grußwort von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll an die Synode. Darin betonte Pröll, die Kirchen blieben wichtig für die Zukunft der österreichischen Gesellschaft. Der Rektor des Bildungshauses St. Hippolyt, Ordinariatskanzler Dr. Gottfried Auer, hob hervor, dass die Wahl des Tagungsortes der Synode ein Zeichen der Anerkennung für sein Haus darstelle.

In dem Eröffnungsgottesdienst am Vorabend des ersten Sitzungstages der Synode in der evangelischen Kirche St. Pölten verlas Oberkirchenrat Dr. Michael Bünker eine Predigt des erkrankten Landessuperintendenten HR Mag. Peter Karner über die Töchter des Hiob und die Verständnisschwierigkeiten zwischen den Generationen auch innerhalb der Kirchen.

RA Dr. Peter Krömer, Kurator der Pfarrgemeinde St. Pölten und zugleich Präsident der Synode A.B. und der Generalsynode, stellte in seiner Begrüßung die Geschichte der Diasporagemeinde St. Pölten dar und unterstrich, es sei das erste Mal, dass in St. Pölten eine evangelische Synode tage.

Den Gottesdienst gestalteten die St. Pöltener PfarrerInnen Mag. Herbert Graeser, Mag. Baukje Leitner-Pijl und Mag. Dorothea Haspelmath-Finatti. Die Orgel spielte Daniel Bernard, der auch den Evangelischen Kirchenchor St. Pölten mit Ensembles aus Linz und Wiener Neustadt leitete.

Die Sprache der Zeit verstehen

Bei einem anschließenden Empfang im Bildungshaus St. Hippolyt erinnerte der dritte Präsident des niederösterreichischen Landtages, Ing. Johann Penz, an das gute Gesprächsklima zwischen den Kirchen und der Politik in Niederösterreich. Penz wünschte allen Synodalen „den Heiligen Geist, damit sie die Sprache der Zeit verstehen“. Der St. Pöltener Bürgermeister, Willi Gruber, verwies auf die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadtgemeinde und der evangelischen Superintendentur. Bei dem Empfang wurden Weine aus evangelischen Pfarrgemeinden Niederösterreichs verkostet.

Im Lauf der Synodentagung finden Gespräche zwischen niederösterreichischen Pfarrgemeinden und Synodalen statt. Die Sitzungen der Synode A.B. in St. Pölten und der Synode H.B. in Wien dauern bis Mittwoch. Mittwoch und Donnerstag findet in St. Pölten die Generalsynode statt.

ISSN 2222-2464