Weihnachten: Kraft zum Frieden in einer zerrissenen Welt

Der lutherische Bischof Michael Bünker, der reformierte Landessuperintendent Thomas Hennefeld und der methodistische Superintendent wünschen in ihren Audio-Botschaften ein frohes Weihnachtsfest. Foto: epd/Uschmann
Der lutherische Bischof Michael Bünker, der reformierte Landessuperintendent Thomas Hennefeld und der methodistische Superintendent wünschen in ihren Audio-Botschaften ein frohes Weihnachtsfest. Foto: epd/Uschmann

Hören Sie die Weihnachtsbotschaften von Michael Bünker, Thomas Hennefeld und Lothar Pöll

Wien (epdÖ) Für den evangelisch-lutherischen Bischof Michael Bünker steht Weihnachten 2014 so wie das gesamte Jahr im Zeichen des Gedenkens an den Ersten Weltkrieg. Die Soldaten hätten zum Weihnachtsfest vor hundert Jahren ein starkes Friedenszeichen gesetzt indem Sie aus ihren Schützengräben gestiegen sind und miteinander Weihnachtslieder gesungen haben. „Das zeigt welche Kraft Weihnachten haben kann. Diese Kraft zum Frieden ist auch heute in einer zerrissenen und von kriegerischen Auseinandersetzungen geprägten Welt von großem symbolischem Wert“, so der Bischof.

Auch der reformierte Landessuperintendent Thomas Hennefeld sieht das Weihnachtsfest als ein starkes Zeichen für den Frieden. „Durch die Menschwerdung Gottes als wehrloses Kind in ärmlichem Umfeld ist Weihnachten auch immer geprägt von der Hoffnung für die Menschen die arm, entrechtet und an den Rand der Gesellschaft gedrängt sind. Es wird gerade zu Weihnachten viel über die Hoffnung auf Frieden in einer unfriedlichen Welt geredet.“ Besonders in Bethlehem, dem Geburtsort Jesus, sei dieses Jahr die Hoffnung auf Frieden wieder ein Stück kleiner geworden. „Trotzdem hoffe ich, dass gerade auch dort die Zukunft wieder friedlicher wird“, sagt Hennefeld.

Lothar Pöll, methodistischer Superintendent und Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) verwies auf die älteste und zugleich kürzeste Weihnachtsgeschichte in der Bibel, den Galaterbrief des Apostel Paulus. „Gott kommt nicht wie der Blitz vom Himmel geschossen oder wie der Weihnachtsmann auf einem Rentierschlitten, sondern er kommt auf dem Weg der Liebe als Kind armer Leute“, erklärt Pöll. Futterkrippe und Windeln würden so zu göttlichen Insignien und zum Zeichen, dass auch Gott auf die Liebe der Menschen angewiesen ist. Gott stehe immer auf den Seiten der Armen und erwarte dies auch von den Gläubigen. „Er wird Mensch, dass auch wir zu Menschen werden“, so der ÖRKÖ-Vorsitzende.

Weihnachtsbotschaft zum Hören

Bischof Michael Bünker:

Landessuperintendent Thomas Hennefeld:

Superintendent Lothar Pöll:

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ISSN 2222-2464