Weg zum Heil führt über das Judentum

Die evangelische Theologin Sabine Maurer predigte am "Tag des Judentums" in der Grazer Herz-Jesu-Unterkirche (Foto: Gerd Neuhold)
Die evangelische Theologin Sabine Maurer predigte am "Tag des Judentums" in der Grazer Herz-Jesu-Unterkirche (Foto: Gerd Neuhold)

Ökumenischer Gottesdienst zum „Tag des Judentums“ in Graz

Graz (epdÖ) – Christinnen und Christen können nicht am Judentum vorbei an Jesus Christus glauben. Das betonte die evangelische Theologin und Vorsitzende des Grazer Komitees für christlich-jüdische Zusammenarbeit Sabine Maurer in ihrer Predigt beim ökumenischen Gottesdienst anlässlich des „Tages des Judentums“ am 17. Jänner in der Grazer Herz-Jesu-Unterkirche. Das Thema des Gottesdienstes war „Gottes Licht und Glanz im Widerschein des jüdischen und christlichen Weges“. Bereits der Evangelist Lukas würde zeigen, dass der Weg zum Heil in Jesus Christus über den Lobgesang des Juden Simeon führe.

Erst in den vergangenen Jahrzehnten hätten die Kirchen den jüdischen Weg als einen eigen- und vollständigen Weg zum Heil anerkannt, so Maurer. Dies sei die Voraussetzung dafür, dass man gemeinsam aktiv auf die Erfüllung der prophetischen Verheißung der Zukunft Gottes und seine zukünftige Welt warten und hoffen könne.

Beim Gottesdienst wirkten auch Vertreter der jüdischen Gemeinde mit. Avshalom Eliassi von der Israelitischen Kultusgemeinde Graz und Superintendent Hermann Miklas, Vorsitzender des Ökumenischen Forums Steiermark, sprachen den aaronitischen Segen in Hebräisch und Deutsch für die Gemeinde. Musikalisch wurde die Feier vom Vokalensemble des Kirchenmusikkonservatoriums der Diözese Graz-Seckau gestaltet.

ISSN 2222-2464