Waidhofen an der Ybbs ist „Reformationsstadt Europas“

Waidhofen an der Ybbs darf sich nun "Reformationsstadt Europas" nennen. Im Bild Bischof Bünker bei der Überrreichung der Urkunde an Bürgermeister Werner Krammer, links Kuratorin Inge Janda. Foto: Hubert Köttritsch
Waidhofen an der Ybbs darf sich nun "Reformationsstadt Europas" nennen. Im Bild Bischof Bünker bei der Überrreichung der Urkunde an Bürgermeister Werner Krammer, links Kuratorin Inge Janda. Foto: Hubert Köttritsch

Bischof Bünker überreichte Urkunde an Bürgermeister

Waidhofen/Wien (epdÖ) – Die niederösterreichische Stadt Waidhofen an der Ybbs darf sich ab sofort „Reformationsstadt Europas“ nennen. Die Reformationsstädte Europas sind ein Projekt der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE), das diese gemeinsam mit europäischen Kirchen und Städten anlässlich des 500. Jubiläums der Reformation durchführt. Am Sonntag, 13. November, überreichte Bischof Michael Bünker, Generalsekretär der GEKE, im Rahmen eines Festgottesdienstes Bürgermeister Werner Krammer die Urkunde, die Waidhofen an der Ybbs als Reformationsstadt ausweist.

Waidhofen war durch den Eisenhandel und weitreichende Handelsbeziehungen wohlhabend geworden. Mit den Luxusgütern kamen aber auch neue Ideen in Form der neuen Lehre Luthers in die Stadt. Schnell verbreitete sich das protestantische Gedankengut und machte aus Waidhofen um 1540 eine protestantische Stadt, berichtet Kuratorin Inge Janda. Die damit verbundene Opposition gegen den Grundherrn, den Bischof von Freising, führte schließlich 1587 zum gemeinsamen Eingreifen einer kaiserlich-bischöflichen Kommission. Der evangelische Stadtrat wurde abgesetzt und die Rekatholisierung mit teils harten Maßnahmen durchgesetzt.

Heute gibt es in Waidhofen wieder eine evangelische Pfarrgemeinde, deren ökumenische Arbeit darin zum Ausdruck kommt, dass Katholische und Evangelische in der Bürgerspitalkirche ihre Gottesdienste feiern. Diese Kirche war im 16. Jahrhundert evangelisch.

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ISSN 2222-2464