Vollversammlung erinnert an Ausgeschlossene

Schweigemarsch durch die Konferenzstadt

Winnipeg, 30. Juli 2003 (epd Ö – lwi) Mit einer Andacht am Oodeena-Amphi-theater vor der kanadischen Einwanderungsbehörde im kanadischen Winnipeg haben am Dienstag, 29. Juli, die TeilnehmerInnen der Zehnten Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) an die 53 ausländischen Delegierten und Gäste erinnert, die durch die verzögerte oder verweigerte Visaerteilung von der Konferenz ausgeschlossen blieben. Das abendliche Gedenken am Zusammenfluss von Red River und Assiniboine River, der als 6000 Jahre alter erster Siedlungsort in der Umgebung von Winnipeg gilt, schloss die wegen Geschlecht, Hautfarbe oder Behinderung Benachteiligten in allen Teilen der Welt mit ein.

Dem Treffen am historischen Ort war ein halbstündiger Schweigemarsch der TeilnehmerInnen der Vollversammlung durch die Konferenzstadt vorausgegangen. Der Zug vom Tagungszentrum zu dem historischen Ort in den Parkanlagen der „Forks“ wurde angeführt vom Nationalbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kanada (ELKIK), Raymond Schultz, sowie von den Repräsentanten des LWB mit Präsident Landesbischof i. R. Dr. Christian Krause, seinem in Winnipeg gewählten Nachfolger Bischof Mark S. Hanson, Leitender Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika (ELKA), und LWB-Generalsekretär Pfr. Dr. Ishmael Noko an der Spitze.

Während der Andacht schilderten TeilnehmerInnen der Vollersammlung aus Afrika, Lateinamerika und Grönland ihre unterschiedlichen Erfahrungen beim Umgang mit kanadischen Behörden bei der Beantragung der erforderlichen Unterlagen für eine Einreise zum Tagungsort. Umrahmt wurde der eindrucksvolle Abschluss des neunten Beratungstages von dumpfen Trommelklängen, den Flammen zahlreicher Fackeln und vom vielstimmigen Gesang des alten jüdischen Willkommens- und Friedensgrußes „Shalom“.

ISSN 2222-2464