Verlässlicher Partner in Angst, Not und Einsamkeit

Die Wiener Telefonseelsorge führte im Jahr 2001 mehr als 31.000 Gespräche

Wien, 08. Mai 2002 (epd Ö) Mehr als 31.000 Gespräche haben die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Telefonseelsorge Wien im Jahr 2001 geführt. Das stellt der Ende April veröffentlichte Jahresbericht 2001 des vor 34 Jahren gegründeten Notrufdienstes fest, der unter der Nummer 142 kostenlos zu erreichen ist. Die Telefonseelsorge vermerkt in ihrem Bericht, dass in der Zahl von genau 31.112 Gesprächen etwa 15.000 Anrufe nicht enthalten sind, bei denen es zu keinem Gespräch kam, d.h. vorwiegend Scherz- und Testanrufe von Kindern. Dazu hätten rund 60.000 Anrufe „aufgrund der Auslastung der Stelle nur das Tonband erreicht“. Mit mehr als 130 Mails haben sich Menschen über die Homepage www.telefonseelsorge.at/wien per E-Mail an die Telefonseelsorge gewendet. Diese Möglichkeit besteht seit November vergangenen Jahres.

Anlass für die meisten der mehr als 3.500 Gesprächen, die mit Anrufern in akuten Krisen geführt wurden, waren Partnerschaftsprobleme, gefolgt von Depressions- und Angstzuständen sowie von Familienproblemen. Bei Gesprächen mit Anrufern in chronisch belasteten Lebenssituationen bildeten psychische Erkrankungen die häufigsten Fälle, Krankheit, Einsamkeit und Ängste folgten. Der überwiegende Teil der Anrufer, nämlich 57 Prozent, lebte allein, der Anteil der anrufenden Frauen betrug 66 Prozent. Etwas mehr als die Hälfte der Anrufe wurde in den Abend- und Nachstunden getätigt.

Die 150 Frauen und Männer, die bei der Telefonseelsorge ehrenamtlich mitarbeiten, kommen aus den unterschiedlichsten Berufen und Altersgruppen, haben eine einjährige Ausbildung absolviert und werden laufend weiter geschult und supervidiert.

ISSN 2222-2464