VEPPÖ will Partner der Kirchenleitung sein

Die Vollversammlung des Vereins Evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer tagte in Waiern

Waiern, 28. August 2002 (epd Ö) Ein Partner der Kirchenleitung will der Verein Evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Österreich (VEPPÖ) sein. Das sagte der Obmann des Vereins, der Wiener Pfarrer Mag. Stefan Schumann, in seinem Bericht bei der Vollversammlung am 26. August in der Evangelischen Diakonie Waiern. Allerdings werde, so Schumann, der Verein als Standesvertretung insbesondere bei Gehaltsverhandlungen mit der Kirchenleitung immer wieder in die Rolle eines Bittstellers gedrängt. Zugleich betonte Schumann, der von der Vollversammlung mit großer Mehrheit für weitere vier Jahre zum Obmann gewählt wurde, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Verein und der Kirchenleitung in anderen Bereichen durchaus „gelinge“. Als positiv nannte Schumann in diesem Zusammenhang die Sicherung der Pensionen der Pfarrerinnen und Pfarrer, die von VEPPÖ und Kirchenleitung gemeinsam erarbeitet worden sei.

Einstimmig beschloss die Vollversammlung des VEPPÖ eine Subvention zur Stützung der Gehälter evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Portugal in Höhe von 7.300 Euro sowie einen Solidaritätsbeitrag von mehr als 3.800 Euro für Gehälter und Pensionen von Pfarrerinnen und Pfarrern in Tansania. Für die Wilhelm-Dantine-Stiftung zur Unterstützung bedürftiger Theologiestudierender wurde ein Betrag von rund 3.750 Euro beschlossen.

Superintendent Sauer: „Gedeihliches Arbeiten zwischen Rektor Preis und den Diakonen war nicht mehr möglich”

Zur Amtsniederlegung des ehemaligen Rektors der Diakonie Waiern, Pfarrer Mag. Arno Preis, sagte der Kärntner Superintendent, Mag. Manfred Sauer, in einem Grußwort, aus der Sicht der Diakone Waiern sei die Spannung aufgrund unterschiedlichen Arbeitsverständnisses so groß gewesen, „dass ein gedeihliches Arbeiten nicht mehr möglich war“.

ISSN 2222-2464