VEPPÖ-Obmann Schumann: Pfarrerinnen und Pfarrer nicht als Belastung für Budget sehen

Pfarrerinnen- und Pfarrerverein hielt seine Hauptversammlung in Mörbisch

Mörbisch (epd Ö) – Pfarrerinnen und Pfarrer sind nicht als „Belastung für das kirchliche Budget“ zu sehen, sondern als „für ihre Kirche Ordinierte, die oft ihr ganzes Leben in den Dienst der Kirche stellen“. Das erklärte der Obmann des Vereins evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Österreich (VEPPÖ), Dr. Stefan Schumann, bei der diesjährigen Hauptversammlung des Vereins am Montag, 25. August, in Mörbisch. Schumann appellierte an die Verantwortlichen, in Umstrukturierungsprozessen „bei allen berechtigten Zielen“ nicht die Bedingungen aus den Augen zu verlieren, in denen Verkündigung geschieht. Der Pfarrer erinnerte an ein Wort des deutschen Theologen Fulbert Steffensky, wonach das Evangelium „für so gut gehalten wird, wie der Pfarrer/die Pfarrerin ist“. „Zu viel für die Schultern eines Menschen“, bemerkte Schumann. Der VEPPÖ-Obmann warnte in seinem Bericht vor der Hauptversammlung vor „marktorientierten Führungskonzepten“, die – implementiert in Kirchen – ihr Personal einem „Dauerstress nie abschließbarer organisatorischer Optimierungsprozesse“ unterwerfen würden.

Im vergangenen Jahr habe sich der Vorstand auch mit dem Thema der kirchlichen Zusatzkrankenfürsorge befasst. Hier soll, so der Obmann, weiter das „Solidaritätsprinzip“ erhalten bleiben, eine Auslagerung in eine Versicherung sei nicht mehr in Diskussion. Angesichts der weltweiten Entwicklung an den Finanzmärkten stehe auch im privaten Pensionsinstitut eine Senkung des Rechnungszinses an. Jüngere DienstnehmerInnen müssten hier mit einer niedrigeren Einstiegspension rechnen, bei älteren DienstnehmerInnen erhöhe sich dadurch die Belastung für den gesamtkirchlichen Haushalt.

ISSN 2222-2464