VEPPÖ-Hauptversammlung: Stefan Schumann zum Obmann gewählt

Schumann: Verein Evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer ist Standesvertretung mit gewerkschaftlicher Funktion

Waiern (epd Ö) – Die Jahresversammlung des Vereins Evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Österreich (VEPPÖ) am 28. August im Diakoniewerk Waiern war geprägt von der Wahl des neuen Obmanns und der Annahme der neuen Statuten des Vereins. Mag. Manfred Sauer, Superintendent der Diözese Kärnten, sprach zu Beginn der Hauptversammlung davon, dass der VEPPÖ dafür Sorge trage, „das Wohlbefinden der Pfarrerinnen und Pfarrer zu stärken“ und „die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass es uns gut, besser und zufriedenstellend geht.“ Der bisherige Obmann des VEPPÖ, Pfarrer Dr. Stefan Schumann, nannte die Arbeit des VEPPÖ „unverzichtbar“ und dankte für das Vertrauen, das er in den vergangenen vier Jahren erhalten hatte. Schumann wurde mit 49 Ja-Stimmen und einer ungültigen Stimme als Obmann des VEPPÖ bestätigt.

In seinem Jahresbericht gab Schumann einen Rückblick auf das vergangene Arbeitsjahr, in dessen Mittelpunkt „die Gehaltsverhandlungen, der Wechsel in das ASVG, die Schaffung eines neuen Pensionssystems und ein neues Gehaltsschema“ standen. Die Funktion des VEPPÖ als Gewerkschaft werde überall dort wahrgenommen, so Schumann, „wo es im weitesten Sinne um das Leistungsrecht unseres Berufsstandes geht.“ Er verwies auf die Wahrung der „Rechte und Pflichten des Berufsstandes“ durch den VEPPÖ als „einer Standesvertretung mit gewerkschaftlicher Funktion“, die gemeinsam mit der Kirchenleitung die Obsorge dafür trage, „dass der Stand der Pfarrerinnen und Pfarrer weder durch Angriffe von außen, noch durch Pfarrer und Pfarrerinnen selbst verletzt oder im Ansehen heruntergesetzt wird.“ Weiter seien der VEPPÖ und vor allem seine diözesanen Vertreter und Vertreterinnen als „Notfallzentrale“, so der Obmann, „gerufen, bei aktuellen Konflikten auf Anforderung die Rechte der Pfarrer und Pfarrerinnen zu vertreten. Aus der „großen Reihe der Serviceleistungen“ des VEPPÖ für seine Mitglieder nannte Schumann u.a. den Fahrzeughilfsfond und die Krankenzusatzfürsorge. Abschließend betonte er, wie wichtig für die Mitglieder des VEPPÖ-Vorstandes, die im Schulunterricht tätig sind, die Anerkennung ihrer Arbeit im VEPPÖ entsprechend der gewerkschaftlichen Lehrerarbeit wäre, für die es „selbstverständlich Freistellungen“ gebe: „Oberkirchenrat, Superintendenten und Fachinspektoren können wir nur dringend bitten, eine solche Gleichbehandlung einzufordern, da die Vorstandsarbeit ansonsten weiter erschwert wird.“

Bischof Mag. Herwig Sturm dankte für den Bericht des Obmanns und die Arbeit des VEPPÖ: „Wir in der Kirchenleitung sehen die Zusammenarbeit und das Miteinander mit dem VEPPÖ mit wachsender Freude und wachsendem Gleichklang.“ Im weiteren Verlauf der Hauptversammlung wurde der neue Statutenentwurf des VEPPÖ beschlossen und ein neuer Vorstand des Evangelischen Unterstützungsvereins (EVU) gewählt. Neuer EVU-Vorsitzender ist der Grazer Pfarrer Mag. Manfred Perko.

Die nächste Hauptversammlung des Vereins Evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Österreich findet am 27. August 2007 in Gallneukirchen statt.

ISSN 2222-2464