Trauerfeier für verunglückten Sebastian in Baden

In der Evangelischen Kirche seiner Heimatstadt Baden wurde am 16. Juli vom zehnjährigen Sebastian Abschied genommen, der am 1. Juli auf Amrum beim Spielen im Sand verschüttet wurde. (Foto: Flickr)
In der Evangelischen Kirche seiner Heimatstadt Baden wurde am 16. Juli vom zehnjährigen Sebastian Abschied genommen, der am 1. Juli auf Amrum beim Spielen im Sand verschüttet wurde. (Foto: Flickr)

Sehr angemessene und berührende Trauerfeier

Baden (epdÖ) – Von einer „sehr berührenden und sehr angemessenen Trauerfeier“ für den verunglückten 10-jährigen Sebastian hat der niederösterreichische Superintendent Paul Weiland im Gespräch mit epdÖ gesprochen. Die Trauerfeier am 16. Juli in der evangelischen Pfarrkirche in Baden sei nach seiner Einschätzung so gewesen, „wie die Eltern sich das gewünscht hatten“. Die Polizei hatte das Gebiet um die evangelische Kirche in Baden weitläufig und hermetisch abgeriegelt, sodass die Trauerfeier störungsfrei begangen werden konnte. Weiland hat bei dem Trauergottesdienst einen Psalm, ein Gebet und einen Text von Dietrich Bonhoeffer verlesen. Sebastians Religionslehrer Franz Abel und Urlauberpfarrer Harm-Dietrich Henke haben den Gottesdienst in Baden, der Heimatstadt Sebastians, gestaltet. Das Begräbnis selbst wird auf Wunsch der Eltern als Seebestattung stattfinden.

Sebastian war am 1. Juli auf der deutschen Urlaubsinsel Amrum beim Spielen am Strand im Sand verschüttet worden. Nach einer groß angelegten Suche hatten Helfer die Leiche des Zehnjährigen drei Tage später gefunden. Den entscheidenden Hinweis auf den Verbleib des Buben gab das Foto eines Touristen. Es zeigt Sebastian beim Graben an genau jener Stelle, wo er später tot aufgefunden wurde.

Mit einer bewegenden Gedenkfeier haben Einheimische und Urlauber auf der Nordseeinsel Amrum bereits am Sonntag, 8. Juli, von Sebastian Abschied genommen. „Wir spüren die Hilflosigkeit in unseren Herzen“, sagte die Pfarrerin der evangelisch-lutherischen Pfarrge-meinde St. Clemens, Friederike Heinecke, bei dem Gottesdienst. Die Pfarrerin dankte allen Feuerwehrleuten und Polizisten für ihren Einsatz. Sie habe mit den Eltern von Sebastian gesprochen, berichtete Heinecke. Diese hätten sich sehr für die Hilfsbereitschaft bedankt.

ISSN 2222-2464