Themen von reformiertem Interesse im Mittelpunkt

Offensive der Reformierten Kirchen für Leuenberger Kirchengemeinschaft und KEK

Oradea, 28. August 2002 (epd Ö) Ein Programm für die Zukunft ihres Gebiets hat die Europäische Gebietsversammlung des Reformierten Weltbundes bei ihrer Tagung vom 18. bis 23. August 2002 in Oradea/Rumänien, beschlossen. So sollen Themen untersucht werden, die von „spezifisch reformiertem Interesse sind“, wie es in einer Verlautbarung aus Oradea heißt. Vor allem soll die reformierte Stimme in der Leuenberger Kirchengemeinschaft, dem Zusammenschluss protestantischer Kirchen in Europa und bei der KEK, der Konferenz Europäischer Kirchen, „gestärkt werden“.

Ebenso ist die Intensivierung der Zusammenarbeit unter den Europäischen Mitgliedskirchen sowie die Beziehung zwischen dem Reformierten Weltbund (RWB) und seinen Europäischen Mitgliedskirchen geplant. Außerdem wurde eine Strukturreform für das Europäische Gebiet des Reformierten Weltbundes beschlossen. Auf diese Weise soll die Arbeit innerhalb des Europäischen Gebietes effizienter gestaltet werden.

Herausforderung für die Kirchen: die Erweiterung der Europäische Union

Eine besondere Herausforderung für die Kirchen sei die Erweiterung der Europäischen Union. „Die Kirchen sollten dabei einander helfen“, heißt es dazu. Daher seien Konsultationen zwischen Mitgliedskirchen der EU und Beitrittskandidaten „nützlich und sinnvoll“. Diese Hilfe erhoffen sich die Delegierten der Europäischen Gebietsversammlung des Reformierten Weltbundes auch von der Donau-Kirchen-Konsultation mit Sitz in Wien. Inhaltlich werden sich die Aufgaben der Europäischen Gebietsversammlung des Reformierten Weltbundes darauf konzentrieren, theologische Impulse zu setzen und zu Konsultationen über reformierte Anliegen einzuladen. Die nächste Vollversammlung des Reformierten Weltbundes tagt 2004 in Accrah in Ghana.

ISSN 2222-2464