Taizé feiert Jubiläums- und Solidaritätswoche

Die Versöhnungskirche, das Zentrum der Gemeinschaft von Taizé. (Foto: wikipedia/Damir Jelic)
Die Versöhnungskirche, das Zentrum der Gemeinschaft von Taizé. (Foto: wikipedia/Damir Jelic)

Großes europäisches Jugendtreffen im Burgund

Taizé (epdÖ) – Die ökumenische Brüdergemeinschaft von Taizé feiert eine Gedenk- und Solidaritätswoche. Nach dem 100. Geburtstag des Gründers Frère Roger (1915-2005) am 12. Mai jährt sich am 16. August zum zehnten Mal sein Todestag. Vor 75 Jahren, am 20. August 1940, wurde mit Rogers Hauskauf im burgundischen Taizé der erste Stein für die spätere Gemeinschaft gelegt. Die Feierwoche endet am 16. August. An diesem Tag wurde der 90-jährige Frère Roger 2005 während des Abendgebets von einer geistig verwirrten Frau erstochen.

In Taizé, das in der Tradition ihres Gründers lieber nach vorn als zurückschaut, spricht man von einer „Solidaritätswoche“ für die Armen und Ausgegrenzten, für die Opfer von Ungerechtigkeit und Konflikten. Der amtierende Prior, der deutsche Katholik Frère Alois (61), erklärte in einer Grußbotschaft, in einer „schwierigen Übergangsphase“ der Geschichte strebten viele Menschen weltweit nach einer „Globalisierung der Solidarität“. Gemeinsam mit ihnen wolle man „Schritte auf diesem Weg gehen“.

Taizé ist ein Symbol der ökumenischen Bewegung. Das kleine Dorf im Burgund wurde seit den 1950er Jahren zum Treffpunkt für Jugendliche aus aller Welt. Der Gemeinschaft gehören heute rund 100 evangelische und katholische Männer aus mehr als 25 Ländern an. Seit 1974, als Zehntausende zu einem „Konzil der Jugend“ zusammenkamen, veranstalten die Taizé-Brüder regelmäßig Jugendtreffen auf allen Kontinenten.

ISSN 2222-2464