Synodenpräsident Krömer: Große Herausforderungen stehen bevor

Richtete seinen Dank an die Synodalen: Peter Krömer, seit 26 Jahren Präsident der Synode A.B. Im Hintergrund der stellvertretende Synodenpräsident, Eckart Fussenegger. Foto: epd/T. Dasek
Richtete seinen Dank an die Synodalen: Peter Krömer, seit 26 Jahren Präsident der Synode A.B. Im Hintergrund der stellvertretende Synodenpräsident, Eckart Fussenegger. Foto: epd/T. Dasek

Schlussansprache zur letzten Sitzung der aktuellen Synode

Wien (epdÖ) – In seiner Schlussansprache vor der Synode der Evangelischen Kirche A.B., die am Samstag, 16. Juni, zum letzten Mal in dieser Gesetzgebungsperiode zusammengekommen war, mahnte Synodenpräsident Peter Krömer Bewusstsein für schwere Aufgaben ein, die auf die zukünftigen Synodenmitglieder zukämen. „Je nachdem wie die Regierung handelt kann es zum Beispiel schon bald für alle möglich sein, zwischen Ehe und Partnerschaft zu wechseln. Was sehen wir dann als Ehe an, wenn von staatlicher Seite zwei Varianten offen stehen?“ Auch Äußerungen eines FPÖ-Landesrates, gegen „die linken Kirchen“ vorgehen zu wollen, bereiteten ihm Sorge. Die Frage des Karfreitags als arbeitsfreiem Feiertag für Evangelische sei zudem noch nicht geklärt, wichtige Personalentscheidungen stünden in der Evangelischen Kirche an. „Wichtig ist auch, dass die, die künftig nicht mehr der Synode angehören werden, für die Abgeordneten im Gebet eintreten“, so Krömer.

Der Synodenpräsident richtete seinen Dank an alle Mitglieder des gesetzgebenden Organs der Evangelischen Kirche A.B.. Sein Dank ging auch an die OberkirchenrätInnen und KirchenrätInnen sowie das Synodenbüro, „das mich in Geduld hat ertragen müssen.“ Er erinnerte daran, „dass wir die erste Funktionsperiode nach der großen Kirchenverfassungsreform durchgeführt haben.“ Zum Beispiel habe man erstmals regelmäßig ein Budget beschlossen, auf die Ausschüsse seien besondere Aufgaben zugekommen, so etwa auf den Kontrollausschuss mit den neuen Datenschutzrichtlinien.

Krömer betonte abschließend: „Wir sollen nicht herrschen, sondern dienen. Wir haben eine dienende Funktion für alle Mitglieder in den Gemeinden.“ Die Begründung dafür sieht Krömer im Buch Samuel ausgedrückt: „Seht doch, wie große Dinge Gott an euch getan hat.“

Der stellvertretende Synodenpräsident Eckart Fussenegger dankte seinerseits Krömer für dessen bereits 26-jährige Tätigkeit als Präsident des Gremiums, das Krömers Einsatz mit stehenden Ovationen würdigte.

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ISSN 2222-2464