Synode wählt Nachfolger/in von Oberkirchenrätin Reiner

Die Synode in St. Pölten wählt eine/n Oberkirchenrat/Oberkirchenrätin für das Personalreferat und einen stellvertretenden wirtschaftlichen Oberkirchenrat.
Die Synode in St. Pölten wählt eine/n Oberkirchenrat/Oberkirchenrätin für das Personalreferat und einen stellvertretenden wirtschaftlichen Oberkirchenrat.

Ingrid Bachler, Margit Leuthold, Andrea Petritsch und Stefan Schumann kandidieren für das Personalreferat im Oberkirchenrat

Wien (epdÖ) – Auf der Tagesordnung der kommenden Synode A.B. in St. Pölten steht die Wahl einer geistlichen Oberkirchenrätin/eines geistlichen Oberkirchenrats für Personalfragen. Der Wahl stellen sich die oberösterreichische Fachinspektorin Ingrid Bachler, die Wiener Krankenhausseelsorgerin Margit Leuthold, die Döblinger Pfarrerin Andrea Petritsch und der Studienleiter des Wilhelm Dantine Hauses Stefan Schumann. Wie der Vorsitzende des Nominierungsausschusses, Superintendent Paul Weiland, gegenüber dem Evangelischen Pressedienst erklärte, werde der Nominierungsausschuss diese vier Personen der Synode mit einer Reihung zur Wahl vorschlagen. Die Kandidatinnen und der Kandidat sind in den letzten Monaten von den Superintendentialversammlungen nominiert worden, am vergangenen Mittwoch (19. November) hatten sie sich einem Hearing gestellt. Die Wahl erfolgt am Nachmittag des 8. Dezember in St. Pölten. Sie ist notwendig, da die bisherige Amtsinhaberin, Oberkirchenrätin Hannelore Reiner, mit 31. August 2015 in den Ruhestand tritt.

Der neue geistliche Oberkirchenrat bzw. die geistliche Oberkirchenrätin gehört dem gesamtösterreichischen Leitungsgremium des Oberkirchenrats an und ist zuständig für die Bereiche Personal und Ausbildung.

Wählen wird die Synode A.B. auch einen stellvertretenden wirtschaftlichen Oberkirchenrat. Kandidieren wird für diese ehrenamtliche Leitungsfunktion der Baumanager Günther Köber.

Mag. Ingrid Bachler, 1962 in der Steiermark geboren, war nach ihrem Theologiestudium als Vikarin im Burgenland und in Wien tätig. 1990 wurde sie Pfarrerin mit voller Lehrverpflichtung in Wien-Döbling. Neben ihrer Unterrichtstätigkeit an Wiener Gymnasien beschäftigte sich Bachler intensiv mit Fragen des Religionsunterrichts und übernahm Aufgaben am Religionspädagogischen Institut der Evangelischen Kirche. Von 1999 bis 2010 war Bachler Gemeindepfarrerin in Wels, dann Fachinspektorin für evangelischen Religionsunterricht an allgemeinbildenden und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen in Oberösterreich. Gemeinsam mit Peter Pröglhöf und Sonja Danner erarbeitete Bachler auch den aktuellen AHS-Oberstufenlehrplan. Weit über Oberösterreich hinaus ist sie den Leserinnen und Lesern der Sonntagskrone bekannt, wo sie seit zehn Jahren monatlich eine Kolumne verfasst.

Mag. Dipl.Päd. Dr. Margit Leuthold, geboren 1964 in Rheinland-Pfalz, kam Anfang der 1990er-Jahre nach Österreich, die Staatsbürgerschaft erhielt sie 2004. 2001 begann ihre Tätigkeit als ehrenamtliche, später als hauptamtliche Seelsorgerin an Wiener Krankenhäusern. Heute ist Leuthold für die Krankenhausseelsorge am AKH Wien (gemeinsam mit Arno Preis) und am Evangelischen Krankenhaus Wien zuständig. Sie ist Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Krankenhaus- und GeriatrieseelsorgerInnen, Co-Trainerin in der Klinischen-Seelsorge-Ausbildung und Gemeindeberaterin. Neben ihrem Theologiestudium hat Leuthold auch Pädagogik/Soziologie/Psychologie studiert. Berufliche Erfahrungen sammelte sie u.a. im Projektmanagement im Bereich der Sozialforschung und Erwachsenenbildung sowie als Geschäftsführerin von „respect – Institut für Integrativen Tourismus und Freizeitforschung“.

Mag. Andrea Petritsch wurde 1959 in Wien geboren, wo sie auch ihr Theologie- und Geschichtestudium absolvierte. Nach dem Vikariat war Petritsch im Religionsunterricht an verschiedenen Schulformen tätig. Petritsch bekleidete eine Teilzeitpfarrstelle für konfessionsverbindende Ehevorbereitung in Wien, seit 2005 ist sie Pfarrerin der Gemeinde Wien-Döbling, ab 2012 amtsführend. Petritsch gehört seit zwei Jahren der Synode an. Ihr Schwerpunkt auf der Arbeit mit Kindern und Familien zeigt sich auch in zahlreichen weiteren Aktivitäten in Österreich und auf internationaler Ebene. Seit 1990 ist Petritsch etwa Kindergottesdienstbeauftragte für Wien, betreute mehrere Jahre das Kindergartenreferat und leitet seit 1997 als Vorsitzende den Arbeitskreis Kindergottesdienst der Evangelischen Jugend Österreich. Mehrere Jahre war Petritsch auch Mitglied im Leitungsteam der „European Conference for Christian Education“.

Dr. Stefan Schumann wurde 1959 in Deutschland geboren, die österreichische Staatsbürgerschaft erhielt er 1990. Das Theologiestudium absolvierte Schumann in Münster und Wien, wo 1990 seine Vikariatszeit begann. Ab 1993 war Schuhmann Pfarrer in Wien-Landstraße, von 2004 bis 2006 auch Senior der Wiener Superintendenz. Seit 2006 ist Schumann Studienleiter des Wilhelm Dantine Hauses (früher: Heim für Studierende der Evangelischen Theologie und der Pädagogischen Akademien) in Wien. Berufliche Erfahrungen sammelte Schumann bereits während seines Studiums auch als freier Theaterregisseur, seit 2001 hält er Lehraufträge als Lektor an der Universität Wien. Schumann ist seit 1998 Obmann des Vereins evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Österreich (VEPPÖ) und gehört seit 1999 der Synode und mehreren Ausschüssen an.

Ing. Günter Köber wurde 1957 in Wien geboren. Nach seiner Ausbildung zum Tiefbautechniker startete er seine Berufslaufbahn 1977 bei der STRABAG. 30 Jahre war Köber dort in leitender Stellung tätig, davon 22 Jahre in gehobenen Managementpositionen. Ende 2014 scheidet er aus dem Konzern aus, wird als Konsulent aber unter anderem auch weiterhin für STRABAG tätig sein. In der Zwischenzeit hat der konzessionierte Baumeister auch ein eigenes Unternehmen gegründet. Ehrenamtlich ist Köber in seiner Pfarrgemeinde Wien-Floridsdorf tätig. Seit 20 Jahren gehört er dem Presbyterium an, in den letzten sieben Jahren als Kurator. Seit 2004 ist Köber Mitglied der Wiener Superintendentialversammlung und dort Vorsitzender der Finanzkommission. 2012 wurde er in die Synode und in den Verbandsausschuss des Wiener Verbandes gewählt

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ISSN 2222-2464