Synodalausschuss H.B. zum Nahostkonflikt

Konfliktparteien sollen humanitäre Grundnormen einhalten

Wien, 17. April 2002 (epd Ö) Einen Appell, „Grundnormen der Humanität, des internationalen Rechts und der Religion einzuhalten und zu respektieren“, hat der Synodalausschuss der Evangelischen Kirche H.B. an die Verantwortlichen des Konflikts im Nahen Osten gerichtet. Verurteilt werden „alle Akte der Gewalt und des Hasses, sei es von Israelis oder Palästinensern“. Weiter heißt es wörtlich in dem Appell: „Die schrecklichen Selbstmordattentate in Israel und der Wunsch nach Sicherheit der israelischen Bevölkerung kann aber keine Rechtfertigung dafür sein, ein ganzes Volk mit Terror zu überziehen.“ Der Synodalausschuss fordert unter anderem die Gewährung ärztlicher Behandlung für Verletzte und Kranke sowie die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Wasser und Lebensmitteln. Respektiert werden sollen Gotteshäuser, Kirchen- und Privateigentum, wo bereits Schäden angerichtet worden sind, wird die Zahlung von Reparationen gefordert

Zu den Zerstörungen in der Evangelischen Kirche in Bethlehem heißt es in dem Appell, sie seien „umso bedauerlicher, weil gerade von dort, dem Begegnungszentrum und den evangelischen Schulen, gewaltfreie Wege aus dem Konflikt gesucht wurden und Versöhnung zwischen Juden, Christen und Muslimen angestrebt wurde“.

ISSN 2222-2464