Superintendent verurteilt Nazi-Schmierereien in Telfs

Unbekannte hatten Hakenkreuze auf die Moschee in Telfs gesprüht. Superintendent Dantine zeigt sich betroffen und solidarisch. Foto: Hafelekar/wikimedia
Unbekannte hatten Hakenkreuze auf die Moschee in Telfs gesprüht. Superintendent Dantine zeigt sich betroffen und solidarisch. Foto: Hafelekar/wikimedia

Dantine: „Hetze gegen religiöse Minderheit nicht kommentarlos hinnehmen“

Innsbruck (epdÖ) – „Die Hetze gegen eine religiöse Minderheit darf in unserem Land nicht kommentarlos hingenommen werden.“ Mit diesen Worten reagiert der evangelisch-lutherische Superintendent der Diözese Salzburg-Tirol auf den Vandalismusakt in Telfs. In der Nacht auf Dienstag hatten Unbekannte Hakenkreuze auf das Minarett und den Eingangsbereich der Moschee gesprüht.
In einem Schreiben an den Vorsitzenden der Islamischen Religionsgemeinde Innsbruck, Burhan Türkmen, drückt der evangelische Superintendent seine Betroffenheit aus und zeigt sich solidarisch mit der Islamischen Religionsgemeinde, „in der Hoffnung, ein klein wenig zu einem Klima beizutragen, in dem solchen islamfeindlichen Aktionen der Nährboden entzogen wird“ und derartige Aktionen nicht mehr toleriert werden.

Dantine erinnert in dem Schreiben vom 21. August an die Orientierungshilfe der evangelischen Generalsynode aus dem Jahr 2011. Unter dem Titel „Respektvoll miteinander – Evangelische Christen und Muslime in Österreich“ hatte die evangelische Kirche die Gemeinden und Mitglieder dazu aufgerufen, Menschen muslimischen Glaubens mit Respekt zu begegnen, gute Nachbarschaft zu pflegen und Vorurteilen und Aggressionen entgegenzutreten.

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ISSN 2222-2464