Superintendent Sauer würdigt den verstorbenen Dichter Gert Jonke

„Einfühlsam im persönlichen Umgang, aber auch im Klang seiner Poesie“

Wien (epd Ö) – „Wir danken Gott in dieser Stunde des Abschieds für den wunderbaren Menschen und Dichter Gert Jonke. Für alles, was er uns geschenkt und gegeben hat. Wir danken dafür, dass Gert Jonke mit seinem Schreiben die Welt verzaubert hat.“ Das sagte der Kärntner Superintendent Manfred Sauer am 19. Jänner in seiner Ansprache bei der Beerdigung des Kärntner Dichters Gert Friedrich Jonke in der Luegerkirche des Wiener Zentralfriedhofs.

Sauer, der sich an zwei „unvergessliche persönliche Begegnungen und Gespräche“ mit dem am 4. Jänner im Alter von 62 Jahren in Wien verstorbenen Dichter erinnerte, hob hervor: „Gert Jonke war nicht nur herzlich, sondern vor allem einfühlsam, behutsam, feinfühlig, zurückhaltend, zuvorkommend. Er war neugierig und an dem interessiert, was ich machte, was mich beschäftigt und umtreibt.“

Der Superintendent beschrieb den Verstorbenen als „sanftmütig, sensibel, freundlich, einfühlsam im persönlichen Umgang, aber auch im Klang seiner Sprache und Poesie“. Wütend habe er Jonke nie erlebt, „vielleicht in einigen Texten, dort, wo er seine Worte gegen bornierte und dumpfe Engstirnigkeit, gegen eine unbeweglich gewordene Selbstzufriedenheit oder gegen eine sich selbst überschätzende Arroganz eindrucksvoll und mitreißend komponiert hat“.

ISSN 2222-2464