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Superintendent Sauer: „Das Quartier auf der Saualm ist keine geeignete Unterbringungsmöglichkeit“

Die aktuelle Notsituation erfordert eine „gemeinsame Lösung der politisch Verantwortlichen“

Villach (epd Ö) – „Es wäre ein hoffnungsvolles Zeichen für unser Land, wenn sich die politisch Verantwortlichen über ihre parteipolitischen Interessen stellen könnten und in dieser aktuellen Notsituation eine gemeinsame Lösung finden.“ Das erklärt der Kärntner Superintendent Mag. Manfred Sauer in einer Aussendung vom 4. Jänner zur Frage der Asylwerber, die kurz vor Weihnachten aus der Isolation des Quartiers auf der Kärntner Saualm geflüchtet sind. In der Aussendung betont Sauer: „Für mich ist das Quartier auf der Saualm keine geeignete Unterbringungsmöglichkeit. Durch die Abgeschiedenheit kann sich keine Gelegenheit ergeben, auch positive Erfahrungen miteinander zu machen.“

Zwei Tage vor dem Erscheinungsfest erinnert der Superintendent an die heiligen drei Könige der Bibel, die nicht nur Geschenke mitgebracht haben. Vielmehr haben sie Geschenke „auch mitbekommen und davor gewarnt, dass Jesus in Lebensgefahr ist.“ In Ägypten, wohin die heilige Familie geflüchtet sei, habe sie Asyl erhalten, „das sollten wir nicht vergessen“. Sauer äußert seine Hochachtung und den „größten Respekt“ vor all jenen, die die Flüchtlinge von der Saualm „in den eigenen vier Wänden und in den Pfarrgemeinden aufgenommen haben und derzeit versorgen.“ Die eindrucksvolle Spendenfreudigkeit der Österreicherinnen und Österreicher zeige, wie groß das Mitgefühl und die Hilfsbereitschaft für die Notleidenden sei. Superintendent Sauer: „Ich wünsche mir, dass in dieser Welle der Solidarität und Weitherzigkeit auch die Asylwerber Platz finden.“

ISSN 2222-2464