Superintendent Miklas: Einführung des Kinderabendmahls ist historischer „Meilenstein“

St. Pölten, 12. Mai 2006 (epd Ö) – Als „Meilenstein in der Geschichte unserer Kirche“ hat der Obmann des Theologischen Ausschusses der Synode A.B., der steirische Superintendent Mag. Hermann Miklas, die Einführung des kinderoffenen Abendmahls in der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich bezeichnet. In seinem der in St. Pölten tagenden Synode A.B. am 12. Mai schriftlich vorgelegten Bericht stellte Miklas fest, dass ein diesbezüglicher Grundsatzbeschluss der Synode vom Herbst 2002 bis zum ersten Adventsonntag vergangenen Jahres sukzessive in allen Gemeinden umgesetzt worden sei. Auch die diesjährige Aktion der „Kinderfreundlichen Kirche“ der Evangelischen Kirche A.B. sei als Folgewirkung dieses Beschlusses zu sehen.

 

In dem Ausschussbericht wird auch festgehalten, dass die Teilnahme an der Feier des Heiligen Abendmahls grundsätzlich Getauften vorbehalten sei. Ungetaufte, die zum Abendmahl kommen, würden „gern gesegnet“. Der Theologische Ausschuss räumt allerdings ein, dass im Zweifels- oder Konfliktfall der Abendmahlstisch „nicht der geeignete Ort zur Austragung von Unklarheiten“ sei.

 

Zum Lektorendienst betont der Ausschuss, „dass die Beauftragung von Lektorinnen und Lektoren zu ihrem Dienst künftig ausnahmslos unter Gebet und Handauflegen zu erfolgen hat“. Miklas berichtete auch, dass sich der Theologische Ausschuss einem Antrag, das Lektorenamt generell auf der Ebene der Diözesen statt auf der der Pfarrgemeinden anzusiedeln, nicht habe anschließen können.

ISSN 2222-2464