Superintendent Lein: „Die heutige Nacht ist ein Zeichen der Hoffnung“

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Schottenkirche wurde die Lange Nacht der Kirchen in Wien eröffnet

Wien (epd Ö) – „Bemüht euch um das Wohl der Stadt.“ Diese Aufforderung des Propheten Jeremia stand im Zentrum des ökumenischen Eröffnungsgottesdienstes der Langen Nacht der Kirchen in Wien am 30. Mai in der römisch-katholischen Pfarrkirche Unserer Lieben Frau zu den Schotten in Wien.

Bei dem Gottesdienst verwies der Wiener Superintendent Mag. Hansjörg Lein darauf, dass „Gott selber unser Mitbewohner werden möchte“. Lein erinnerte an die vielfältigen Schönheiten der Stadt Wien, aber auch an die zahlreichen sozialen Probleme und erklärte: „Die heutige Lange Nacht der Kirchen ist ein Zeichen der Hoffnung und der Möglichkeit, etwas von Gottes Wohngemeinschaft mit uns zu erahnen.“ Senior Mag. Michael Wolf betete: „Herr, deine Tore sind offen für uns alle. Schenke uns den Glauben an deine Zuwendung, gib uns Hoffnung in unserem Leben und schenke uns Liebe auf unseren gemeinsamen Wegen.“

Weihbischof Krätzl: „Auch die Kirchen öffnen untereinander ihre Tore“

Der emeritierte römisch-katholische Wiener Weihbischof DDr. Helmut Krätzl sagte: „Wir wollen in dieser Nacht die Kirchen weit aufmachen nicht nur für Menschen, die sonst selten Kirchen besuchen, sondern auch um zu zeigen, dass auch die christlichen Kirchen untereinander sich die Türen weit öffnen.“

Der griechisch-orthodoxe Metropolit Dr. Michael Staikos hob im Blick auf die Gemeinschaft der Kirchen, von denen die Lange Nacht der Kirchen getragen wird, die gemeinsame Taufe und den gemeinsamen Glauben an den dreieinigen Gott hervor.

Jugendliche des Schottengymnasiums präsentierten einen Kurzfilm über die römisch-katholische „Gemeinschaft Jerusalem“, die mit ihrer Sozialarbeit „die Vielfalt in der Stadt erkennen und als positiv annehmen“ will.

Reiche musikalische Ausgestaltung

In dem Gottesdienst wirkten auch mit die evangelisch-methodistische Pastorin Anke Neuenfeld, der anglikanische Archdeacon Patrick Curran, der altkatholische Bischof Mag. Dr. John Ekemezie Okoro sowie der russisch-orthodoxe Erzdiakon Viktor Schilowsky. Eine Begrüßung sprach der Administrator der Schottenabtei Pater Mag. Johannes Jung.

Auch musikalisch war der Gottesdienst reich ausgestaltet. So war unter anderem der Posaunenchor der evangelischen Christuskirche in Wien-Favoriten zu hören, Trommeln schlugen die Bewohner des Karwanhauses der Caritas. Instrumentalisten waren auch die Schottengymnasiasten Johannes Gral (Klarinette), und Benedikt Helsberg (Cello). Es sang die Schola der rumänisch-orthodoxen Kirche. Kantor der Liturgie war Prof. Mag. Gerhard Schmiedpeter. Vor Beginn des Gottesdienstes spielte das Bläserensemble „ökumeno brass“ vor der Kirche auf der Freyung.

ISSN 2222-2464