Studentin auf Friedenseinsatz in Palästina

Die Präsenz an den Checkpoints (im Bild der Übergang von Kalandia/West Bank) stellt einer der Aufgaben des Friedenseinsatzes dar. (Fotonachweis: Czech160/wikimedia)
Die Präsenz an den Checkpoints (im Bild der Übergang von Kalandia/West Bank) stellt einer der Aufgaben des Friedenseinsatzes dar. (Fotonachweis: Czech160/wikimedia)

Ökumenischer Rat der Kirchen in Österreich setzt Engagement für mehr Frieden und Gerechtigkeit im Heiligen Land fort

Wien (epdÖ) – Der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) setzt sein Engagement für mehr Frieden und Gerechtigkeit im Heiligen Land fort. Am 17. Juni ist die oberösterreichische Studentin Theresa Mayr im Rahmen des „Ökumenischen Begleitprogramms in Palästina und Israel“ (EAPPI) zu einem dreimonatigen Friedenseinsatz ins Westjordanland aufgebrochen. Mayr wird ihren Friedenseinsatz in Tulkarem absolvieren. Zu den Aufgaben der „Ökumenischen Begleiter“ gehört es u.a., bei Checkpoints als Beobachter präsent zu sein, palästinensische Kinder auf dem Schulweg zu begleiten und eventuelle Schikanen und Gewaltakte gegen die Zivilbevölkerung zu dokumentieren und an entsprechende Stellen weiterzuleiten.

Die freiwilligen Begleiter stünden weder auf der Seite der Palästinenser noch auf jener der Israelis, so der reformierte Landessuperintendent Thomas Hennefeld. Er ist in Österreich für EAPPI federführend zuständig: „Wir stehen auf der Seite jener, die sich für einen gerechten Frieden einsetzen, und wir sind gegen jene, die das nicht wollen.“ Diese Trennlinie verlaufe quer durch die israelische und palästinensische Bevölkerung, so Hennefeld. Er sehe EAPPI als erfolgreiche Möglichkeit, wie engagierte Zivilisten zu einer Deeskalation eines Konflikts beitragen könnten. Für den Einsatz kämen freilich nur Personen in Frage, die sowohl das notwendige Verständnis für die Region und den Konflikt wie auch die nötigen physischen und psychischen Voraussetzungen mitbringen.

Das „Ökumenische Begleitprogramm in Palästina und Israel“ wurde im Jahr 2002 vom Weltkirchenrat ins Leben gerufen. Mittlerweile haben mehrere hundert „Ökumenische Begleiter“ aus aller Welt diesen gewaltfreien Dienst geleistet. Aus Österreich haben bisher zwei junge Leute am Programm teilgenommen. Mayer, die dritte heimische „Ökumenische Begleiterin“, soll laut Landessuperintendent Hennefeld auch nicht die letzte sein.

Die österreichische Koordination für EAPPI wird von der Diakonie Auslandshilfe, dem Internationalen Versöhnungsbund und der katholischen Friedensbewegung Pax Christi im Auftrag des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich gemeinsam getragen. Die Einsätze der „Ökumenischen Begleiter“ erfolgen ehrenamtlich und werden durch Spenden finanziert. Nähere Informationen unter www.oekumene.at

ISSN 2222-2464