Struktur der Gemeinden und Diözesen auf die Gesamtkirche übertragen

Inge Troch
Inge Troch

Nach langer Debatte verwies die Synode A.B. ein neues Strukturmodell an die Fachausschüsse zur Weiterbearbeitung

Wien (epdÖ) – Ein Strukturmodell für die gesamtkirchliche Ebene hat die Synode A.B. nach langer Debatte an den Rechts- und Verfassungsausschuss sowie an den Theologischen Ausschuss zur Weiterbearbeitung verwiesen. Wie die Sprecherin der Kirchenentwicklungskommission, Univ.-Prof. i.R. Inge Troch, am 25. Oktober vor der in Wien tagenden Synode erläuterte, zielt das Modell darauf ab, die Struktur der Gesamtkirche an den Aufbau der Gemeinde- und Diözesanebene anzugleichen.

 

So entspricht nach dem „Modell B“ der Gemeindevertretung auf gesamtkirchlicher Ebene die Synode A.B., dem Presbyterium das „Kirchenpresbyterium“ mit dem Bischof/der Bischöfin, dem Synodalkurator/der Synodalkuratorin, vier OberkirchenrätInnen und sieben SuperintendentInnen und SuperintendentialkuratorInnen. Dem Pfarramt entspricht der ebenfalls von der Synode gewählte Oberkirchenrat A.B. und der Pfarrkanzlei das Kirchenamt mit drei leitenden Personen für Wirtschaft und EDV, für juristische Fragen und Baufragen sowie für Öffentlichkeitsarbeit. Dazu kommen eine Kontrollkommission, die inhaltliche Aufgabenerfüllung und Finanzen überprüft, ein Finanzausschuss, ein Rechts- und Verfassungsausschuss und ein Theologischer Ausschuss sowie nach Bedarf weitere Ausschüsse, Kommissionen und Projektteams, alle ebenfalls von der Synode eingesetzt.

 

Zu den Vorteilen des Modells zählt, dass die OberkirchenrätInnen im Gegensatz zur geltenden Regelung stimmberechtigte Mitglieder der Synode sind. Auch werde, so die Berichterstatterin, die inhaltliche Arbeit im Oberkirchenrat durch die Zuteilung spezieller Ressorts an die OberkirchenrätInnen wie etwa Mission, Diakonie, Bildung und „Human Resources“ gestärkt.

 

Hinweis: Fotos von der Synode finden Sie unter foto.evang.at/

ISSN 2222-2464