Strompool: Ökonomisches und ökologisches Signal

Offener Brief von Bischof Sturm und Kirchenrat Schwarz an die Umweltbeauftragten der Evangelischen Kirche A.B.

Wien, 06. März 2002 (epd Ö) Als ein „Signal in Richtung Verantwortung für die Mitwelt“ bezeichnet der evangelisch-lutherische Bischof, Mag. Herwig Sturm, den neuen Strompool der Evangelischen Kirchen. In einem offenen Brief vom 28. Februar an die Umweltbeauftragten der Evangelischen Kirche A.B. schreibt Sturm, der den Brief gemeinsam mit dem für den Strompool verantwortlichen wirtschaftlichen Kirchenrat, Ing. Heinrich Schwarz, unterzeichnet hat: „Wir bemühen uns, für unsere Kirche und Diakonie einen ökonomisch und ökologisch vertretbaren Strom zu besorgen.“

Der Beitritt zum Strompool erfolge auf freiwilliger Basis. Abgewickelt werde der Strompool von der unabhängigen Energieberatungsfirma „Power Solution“, die nach einem komplexen Auswahlverfahren MyElectric als Energielieferanten gewonnen habe. „MyElectric konnte glaubhaft versichern, dass sie genügend Eigenstromkapazität aus Wasserkraftwerken besitzen, und war einverstanden mit einem Vertrag, der die Einspeisung von Atomstrom im Rahmen des von der Kirche ausgemachten Stromkontingentes ausschließt“, schreiben Sturm und Schwarz. Dieser Vertrag lasse der Kirche außerdem die Möglichkeit offen, „dass wir uns weiterhin laufend am Strommarkt umsehen und auch andere ökologisch vertretbare Angebote in den Strompool aufnehmen können“. Der Vertrag mit MyElectric sieht vor, dass die für den evangelischen Pool benötigte Menge „zu 75% aus Wasserkraft und zu 25% aus thermischer Energie, ausschließlich in Österreich auf höchstem technischem Niveau erzeugt, ins Netz eingespeist wird“.

Den vollen Wortlaut des Briefes finden Sie in der Rubrik Dokumente.

ISSN 2222-2464