Sterbehilfe: Kirchen gegen Vorlage des Europarates

Offener Brief des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich vor Abstimmung im Europarat: Wäre gleichsam „moralische aktive Sterbehilfe“

Wien, 24. September 2003 (epd Ö) Mit dem Appell, einer Vorlage zur aktiven Sterbehilfe in der parlamentarischen Versammlung des Europarats nicht zuzustimmen, hat sich der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) an österreichische Politiker aller vier Parlamentsparteien gewandt. Ende September soll in einer Sitzung der parlamentarischen Versammlung des Europarates über die aktive Sterbehilfe beraten werden. In einem Entwurf heißt es dazu, dass „niemand das Recht hat, einem Sterbenden oder einem in der Endphase Erkrankten aufzuerlegen, weiter in Angst und unerträglichen Schmerzen zu leben, sofern dieser wiederholt seinen Wunsch zu sterben ausgedrückt hat“.

Eine solche Position – so kritisiert der ÖRKÖ – laufe beinahe auf eine moralische Verpflichtung hinaus, aktive Sterbehilfe zu leisten. An die österreichischen Politiker appellieren die Kirchen daher, „in Übereinstimmung mit dem breiten Konsens in Österreich dem neuen Entwurf nicht zuzustimmen“.

In seinem Brief erinnert der Ökumenische Rat der Kirchen an seine „Erklärung zum menschenwürdigen Sterben“ aus dem Jahr 2000, die sich gegen die aktive Sterbehilfe gerichtet hatte und von „allen vier im Parlament vertretenen Parteien zustimmend zur Kenntnis genommen“ worden sei.

Zum selben Thema hat auch der in Oberösterreich ansässige Verein „Christus Medicus-centrum zur Lebensbewältigung im christlichen Geist“ einen Folder veröffentlicht, der kostenlos bei der Vereins-Geschäftsstelle zu beziehen ist (Tel./Fax: 07752 – 80102, E-Mail: ta.oc1508535347.tenv1508535347i@rel1508535347lihcs1508535347)

ISSN 2222-2464