Steiermark: „Putzen gegen das Vergessen“ der Novemberpogrome

Stolpersteine für die Familie Silberstein vor dem 1938 arisierten „Modehaus Markus Silberstein“ in der Grazer Mariahilferstraße. Foto: wikimedia/AnToni/cc by sa 4.0
Stolpersteine für die Familie Silberstein vor dem 1938 arisierten „Modehaus Markus Silberstein“ in der Grazer Mariahilferstraße. Foto: wikimedia/AnToni/cc by sa 4.0

Evangelische Kirche rief zu Reinigungsaktion für Stolpersteine auf

Graz (epdÖ) – Zum Reinigen von „Stolpersteinen“ gegen das Vergessen hat die Evangelische Kirche in der Steiermark aufgerufen. In Erinnerung an die Novemberpogrome vom 9. auf den 10. November 1938 wurden die Steine, die in Gedenken an die Opfer des Nazi-Regimes in Graz und Leoben verlegt worden sind, geputzt . „Wir setzen eine schlichte Geste statt vieler Worte. Das ist unser Beitrag zum Gedenken an die Opfer des Naziregimes“, erklärte Superintendent Wolfgang Rehner den Aufruf für die Aktion am Freitag, 8. November. Superintendentialkurator Michael Axmann ergänzte: „Wir alle tragen eine gemeinsame Verantwortung, die Erinnerung lebendig zu halten und uns gegen das Vergessen zu engagieren.“ Das sei gerade in Zeiten von wachsendem Antisemitismus von Bedeutung. Zum Abschluss der Aktion trafen der Leiter der Jüdischen Gemeinde Graz, Elie Rosen, die Obfrau des Vereins für Gedenkkultur, Daniela Grabe und die Vertreter der Evangelischen Kirche Steiermark, Superintendent Rehner und Superintendentialkurator Axmann, vor der Grazer Synagoge zusammen und reinigten Stolpersteine in der Nähe.

 

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ISSN 2222-2464