Steiermark: Evangelische Superintendentialversammlung protestiert gegen Abschiebepraxis

Humanitärer Aufenthalt für „nachweislich“ Integrierte

Peggau (epd Ö) – Die Superintendentialversammlung der evangelisch-lutherischen Diözese Steiermark hat in einer Resolution am Samstag, 13. Oktober, gegen die herrschende Abschiebepraxis protestiert. „Als evangelische Christinnen und Christen fühlen wir uns verpflichtet, aufzustehen gegen die derzeit praktizierten Abschiebungen durch die österreichische Regierung“, heißt es in der von Superintendent Mag. Hermann Miklas und Superintendentialkuratorin Evi Lintner unterzeichneten Resolution, die die Delegierten der steirischen Pfarrgemeinden bei ihrer Sitzung in Peggau verabschiedet haben.

 

Die Superintendentialversammlung verweist auf das Jesuswort „Was ihr einem meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40) und fordert die österreichische Bundesregierung auf, „Mitmenschen, deren Asylverfahren negativ abgeschlossen wurde oder unangemessen lange dauerte und die nachweislich in die Gesellschaft integriert sind, humanitären Aufenthalt gewähren“. Die Republik Österreich soll sich auch weiterhin als „ein Land der Begegnung, der Gastfreundschaft und der Offenheit“ erweisen, hofft die Evangelische Kirche in der Steierm

ISSN 2222-2464