St. Pölten: Ökumenischer Gottesdienst für Flutopfer

Superintendent Weiland: Nicht auf alles zwischen Himmel und Erde gibt es eine logische Antwort

St. Pölten (epd Ö) – In einem ökumenischen Gottesdienst haben die Kirchen in Niederösterreich der Opfer der Flutwelle in Südostasien gedacht. Der Gottesdienst am Freitagabend, 28. Jänner, im St. Pöltener Dom wurde von Bischof Klaus Küng, dem evangelischen Superintendenten Paul Weiland, dem methodistischen Superintendenten Lothar Pöll, dem altkatholischen Pfarrer Christian Halama und dem serbisch-orthodoxen Pfarrer Ljubomir Bolic gemeinsam geleitet.

Katastrophen wie diese zeigten die Verletzlichkeit und Vergänglichkeit des Menschen und alles vom Menschen Geschaffenen, sagte Superintendent Weiland. Nicht auf alles, was zwischen Himmel und Erde geschehe, gebe es eine „logische, verstehensmäßig einsichtige“ Antwort. Weiland: „Auch wo es nach menschlichen Maßstäben keinen Ausweg, keine Zukunft gibt, dort sagt uns Jesus: Es ist nicht alles vorbei. Ihr habt noch Chancen, legt ab eure Hoffnungslosigkeit, eure Ängste, euren Schmerz. Lasst euch ein auf das Leben.“ Die Erfahrung Gottes, der Mensch geworden ist, „mitgelebt, mitgelitten und mitgestorben ist, um für uns als erster auch mitaufzuerstehen“, bilde den „tragfähigen Grund, auch mit den Tiefen unseres Lebens fertig zu werden“, so der Superintendent in seiner Predigt.

Es sei nicht leicht, eine Katastrophe diesen Ausmaßes zu fassen, sagte Bischof Küng, „doch es gibt einen Gott, der aus der Dunkelheit herausführt, wenn wir seinen Ruf wahrnehmen“.

ISSN 2222-2464