Spendenaufruf der Diakonie

Humanitäre Situation in Afghanistan immer noch dramatisch

Wien, 05. Dezember 2001 (epd Ö) Auf die dramatische humanitäre Situation in Afghanistan hat die evangelische Diakonie hingewiesen. Obwohl in den Medien über positive Entwicklungen in Afghanistan berichtet werde, sei die Versorgungslage immer noch katastrophal.

Ein Mitarbeiter der Partnerorganisation der Diakonie vor Ort berichtet: “Wenn man nur die Fernsehberichterstattung verfolgt, sieht alles relativ einfach aus. Die Versorgungslage ist jedoch aufgrund der immer noch risikoreichen Situation mehr als gespannt. Große Schwierigkeiten bereitet vor allem die Versorgung der EinwohnerInnen in den nur schwer zu erreichenden Bergregionen. Der Winter bedroht das Leben der Menschen, die hungern und frieren.”

Die Überwachung und Kontrolle der Lieferungen sei problematisch. Im Süden Afghanistans fliehen noch immer Menschen aus den von den Taliban kontrollierten Gebieten. Aus Angst vor Bombenangriffen versuchen zahlreiche Flüchtlinge, über die offiziell geschlossenen Grenzen nach Pakistan zu kommen, so die Diakonie. Über 60.000 Menschen – die Dunkelziffer sei weitaus höher – seien innerhalb Afghanistans in Camps geflüchtet und müssten dringend versorgt werden.

Spenden erbittet die Diakonie unter PSK 23.13.300 “Afghanistan”

ISSN 2222-2464