Sommerakademie Kremsmünster: Die Frage nach dem Leid

Nach zwei vorwiegend gesellschaftspolitischen Themen behandelt die Ökumenische Sommerakademie 2015 wieder ein Thema, das sich im Leben des einzelnen Menschen und seiner persönlichen Umgebung aber auch in der kollektiven Erfahrung stellt. (Foto: wikipedia/Zairon)
Nach zwei vorwiegend gesellschaftspolitischen Themen behandelt die Ökumenische Sommerakademie 2015 wieder ein Thema, das sich im Leben des einzelnen Menschen und seiner persönlichen Umgebung aber auch in der kollektiven Erfahrung stellt. (Foto: wikipedia/Zairon)

Vorträge und Diskussionen über eine menschliche Grundfrage

Kremsmünster (epdÖ) – Warum Leid? – Mit dieser Frage beschäftigt sich die diesjährige Sommerakademie im Stift Kremsmünster. Zahlreiche Expertinnen und Experten werden zwischen 15. und 17. Juli in Oberösterreich zu spannenden Vorträgen und interessanten Podiumsgesprächen erwartet.

„Leid zu erfahren und damit umzugehen, Leid zu  ertragen und zu bewältigen, am Leid zu scheitern:  Das sind existenzielle Grunderfahrungen jedes  Menschen und gleichzeitig zentrale Fragen an  Religion und Philosophie. Nach zwei vorwiegend gesellschaftspolitischen Themen behandelt die Ökumenische Sommerakademie 2015 wieder ein Thema, das sich im  Leben des einzelnen Menschen und seiner persönlichen Umgebung aber auch in der kollektiven Erfahrung stellt. Schließlich sind die Kirchen und Religionsgemeinschaften aber nicht nur mit diesen Grundfragen konfrontiert, sondern müssen auch Wege finden, dem Leid des Einzelnen und der Gesellschaft zu begegnen und es nach Möglichkeit zu vermindern und zu verhindern“, heißt es im Begleittext zur Veranstaltung.

Den Auftakt der Sommerakademie am 15. Juli um 14 Uhr gestaltet Norbert Hoerster, emeritierter Professor für Rechts- und Sozialphilosophie an der Universität Mainz. Der zweite Tag widmet sich dem Thema Leid aus unterschiedlichen Perspektiven. Zu Wort kommen christliche TheologInnen aus den Disziplinen Altes Testament, Neues Testament und Praktische Theologie ebenso wie VertreterInnen des Judentums und der Zivilgesellschaft. Eine Abschlussdiskussion mit Oberkirchenrätin Hannelore Reiner, Diözesanbischof Manfred Scheuer (Innsbruck) und Emanuel Aydin von der syrisch-orthodoxen Kirche in Österreich bilden den Abschluss. Am Sonntag, 17. Juli 2015 um 10.15 Uhr beschäftigen sie sich mit dem Thema: „Nur leidige Tröster? Die Kirchen vor der Frage des Leids“.

Die Ökumenische Sommerakademie wird veranstaltet von der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz, dem Ökumenischen Rat der Kirchen, der „KirchenZeitung“ der Diözese Linz, dem Stift Kremsmünster, dem Evangelischen Bildungswerk OÖ, den Religionsabteilungen des ORF in Fernsehen und Hörfunk sowie dem Land Oberösterreich.

ISSN 2222-2464