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Sibiu – Jugendreferentin Hauser: Ökumenische Versammlung ignoriert Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen

Sibiu (epd Ö) „Es ist erschütternd, mit welcher Ignoranz die VertreterInnen der europäischen Kirchen der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gegenüberstehen.“ Das sagte die Jugendreferentin der Evangelischen Jugend Österreich, Dipl.Päd. Ines Hauser, am Rande der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung in Sibiu am 7. September in einem Gespräch mit epd Ö. So sei in einer Plenardiskussion zum Thema „Das Licht Christi und die Welt“ „endlich einmal“ die Frage gestellt worden, wie man der Jugend die Begriffe wie Gerechtigkeit und Frieden näher bringen könne. Als Antwort sei erklärt worden, „eine Veranstaltung“ zu diesem Thema müsse dafür ausreichen.

 

Demgegenüber, so die Pädagogin, sei zu fragen: „Hat die Mehrheit vergessen, wie es war, Kind oder Jugendlicher zu sein? Wie es war, wenn man als Kind Hilfe benötigt hat und dieser Wunsch nicht erfüllt wurde?“ Das gelte insbesondere dann, wenn man sich als Jugendliche/r im „Ausnahmezustand“ der Pubertät befinde. Hauser: „In vielen Momenten brauchen Kinder und Jugendliche keine Worte, sondern Taten von Vorbildern wie Eltern, LehrerInnen oder PfarrerInnen, die sich im Bereich des Umweltschutzes, in der Gestaltung eines friedlichen und gerechten Zusammenlebens sowie im Umgang mit MigrantInnen konsequent verhalten.“

 

Im Blick auf alle Themen, die in der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung diskutiert würden, sei zu sagen: „Verbinden wir einmal das Reden mit dem Handeln. Leben wir die tollen Ergebnisse von Basel, Graz und Sibiu, und schaffen wir damit unseren Kindern und Jugendlichen eine starke und sichere Ausgangsplattform weiter für Einheit, Spiritualität und das Zeugnis von Liebe, Hoffnung und Glauben einzutreten.“

ISSN 2222-2464