Sibiu – Hennefeld: Offizielle Ökumene blass und kraftlos

Das Engagement der TeilnehmerInnen in Sibiu stand „in krassem Gegensatz“ zur offiziellen Gestalt der Versammlung, sagt der reformierte Landessuperintendent.

Sibiu (epd Ö) „Auf jeden Fall eine starke Bereicherung“ sieht der Landessuperintendent der Evangelischen Kirche H.B., Mag Thomas Hennefeld, in der Begegnung mit anderen Kirchen und Kulturen, die auf internationalen Treffen wie der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung in Sibiu stattfindet. Am letzten Tag des offiziellen Versammlungsprogramms, dem 8. September, äußerte sich Hennefeld gegenüber epd Ö erfreut darüber, dass viele der Delegierten sich auf verschiedenen Ebenen ihrer Kirchen für Projekte engagieren, die im Sinn des Konziliaren Prozesses sind. Die TeilnehmerInnen wollten das umsetzen, was die Charta Oekumenica vorsehe. Dazu gehöre auch die Pflege interreligiöser Beziehungen, z.B. im Rahmen der christlich-muslimischen Begegnung. Hierzu sollten die Gemeinden weiter ermutigt werden.

 

„Im krassen Gegensatz dazu“ steht für Hennefeld die offizielle Gestalt der Versammlung, in der sehr viel nichts sagendes Pathos eine Rolle gespielt habe. Auf diese Weise habe sich für die westlichen Herausforderungen wenig ergeben. Hennefelds Resümee: „Ich nehme die offizielle Ökumene als blass und kraftlos wahr, weil sie den Herausforderungen nicht gerecht wird und anscheinend wohl auch nicht einmal der Wille dafür vorhanden ist.“

ISSN 2222-2464