Shakespeares Romeo und Julia neu interpretiert

„Seit zirka einem Jahr engagiere ich mich für jugendliche, unbegleitete Flüchtlinge aus dem Laura-Gartner Haus des Diakonie Flüchtlingsdienstes in Niederösterreich. Nachdem ich immer wieder von diesen jungen Männern den Wunsch vernommen hatte, einmal auf einer richtigen Bühne stehen zu können, kam ich auf die Idee, eine feste Theatergruppe zu gründen", sagt Schauspielerin Hilde Dalik, die die Idee für das Stück hatte. (Foto: https://romeojulia-freestyle.at)
„Seit zirka einem Jahr engagiere ich mich für jugendliche, unbegleitete Flüchtlinge aus dem Laura-Gartner Haus des Diakonie Flüchtlingsdienstes in Niederösterreich. Nachdem ich immer wieder von diesen jungen Männern den Wunsch vernommen hatte, einmal auf einer richtigen Bühne stehen zu können, kam ich auf die Idee, eine feste Theatergruppe zu gründen", sagt Schauspielerin Hilde Dalik, die die Idee für das Stück hatte. (Foto: http://romeojulia-freestyle.at)

Junge Menschen mit Fluchterfahrung spielen Bühnenklassiker

Wien (epdÖ) – Ein einzigartiges Theaterprojekt kommt am 5. September im Wiener Theater „Dschungel Wien“ im Wiener Museumsquartier zur Uraufführung. Im Stück „Romeo und Julia – freestyle“ verarbeiten junge Menschen mit Fluchterfahrung unter der Regie von Schauspielerin Hilde Dalik ihre Erfahrungen.

Im Zentrum stehen hierbei die ganz persönlichen Sichtweisen der jungen DarstellerInnen zwischen 16 und 21 Jahren in Bezug auf „Romeo und Julia“ und die damit verbundenen Themen wie Liebe und Hass, Freundschaft und Feindschaft oder Gewalt zwischen Familien. Gemeinsam mit professionellen SchauspielerInnen stehen sie auf der Bühne und interpretieren William Shakespeares Drama neu. Sowohl Tanz – sei es Ausdruckstanz, Breakdance oder traditioneller Tanz – als auch Gesang (afghanische Volksweisen, Pop etc.) spielen ganz entscheidende Rollen in dieser sehr freien Annäherung an den weltberühmten Theaterstoff. Die TeilnehmerInnen bringen dabei auch ihre ganz persönlichen Geschichten in mehreren Sprachen, darunter etwa Englisch, Deutsch, Dari oder Paschtu und mittels unterschiedlichster Ausdrucksformen auf die Bühne.

„Seit zirka einem Jahr engagiere ich mich für jugendliche, unbegleitete Flüchtlinge aus dem Laura-Gartner Haus des Diakonie Flüchtlingsdienstes in Niederösterreich. Nachdem ich immer wieder von diesen jungen Männern den Wunsch vernommen hatte, einmal auf einer richtigen Bühne stehen zu können, kam ich auf die Idee, eine feste Theatergruppe zu gründen. Es ist mir wichtig, diese Produktion unter möglichst professionellen Rahmenbedingungen führen zu können. Ziel für mich ist es, diesen Jugendlichen einerseits die kontinuierliche Trainingsarbeit und das Suchen künstlerischer Ausdrucksformen zu ermöglichen und ihnen andererseits das Erfolgserlebnis einer Aufführung bieten zu können“, sagt Regisseurin Hilde Dalik, die auch die Idee zu diesem Projekt hatte.

Uraufführung des Stückes, das in Kooperation mit „c h o n g * – verein für theater & performance“ entstand, ist am 5. September um 20 Uhr. Im Anschluss an die Vorstellung am Samstag, 6 September beginnt um 20:00 ein öffentliches Publikumsgespräch. Am Sonntag, 7. September, findet im Anschluss an das Stück um 19:30 ein Dialog unter dem Titel „Ich seh, du kennst mich nicht“ – über die Situation unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in Österreich statt, moderiert von Michael Ostrowski. Am Podium sind unter anderem BeraterInnen und BetreuerInnen des Diakonie Flüchtlingsdienstes.

Weitere Spieltermine sowie alle Informationen rund um den Kartenverkauf finden Sie im Internet unter romeojulia-freestyle.at und www.dschungelwien.at sowie unter 01/522 07 20 20.

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ISSN 2222-2464