Sexuelle Reformation und biblische Texte

„Sexuelle Reformation. Freiheit und Verantwortung“ ist der Titel des neuen Buches von Rotraud A. Perner, Psychoanalytikerin, Universitätsprofessorin und evangelische Pfarrerin im Ehrenamt.
„Sexuelle Reformation. Freiheit und Verantwortung“ ist der Titel des neuen Buches von Rotraud A. Perner, Psychoanalytikerin, Universitätsprofessorin und evangelische Pfarrerin im Ehrenamt.

„Erfüllte Zeit“ auf Ö1 über das neue Buch von Rotraud A. Perner

Wien (epdÖ) – „Sexuelle Reformation. Freiheit und Verantwortung“, so heißt das aktuelle Buch von Rotraud A. Perner, Psychoanalytikerin, Universitätsprofessorin und evangelische Pfarrerin im Ehrenamt. Am 30. April wird es in der Ö1-Sendung „Erfüllte Zeit“ präsentiert.

In ihrem neuen Buch setzt sich die evangelische Theologin mit dem Alten und Neuen Testament intensiv auseinander. Darin vertritt sie die These, dass die Bibel das zeitbedingte und einseitig männliche Selbstverständnis ihrer Autoren widerspiegelt. „Man kann aber auch übersetzungskritisch Gottes Wort qualitativ verstehen … dann fordert Genesis 1,28 nicht zur ‚ehelichen‘ Vermehrung, sondern zur gegenseitigen Förderung aller Männer und aller Frauen auf. Dieser quantitativen Deutung wurde in vier ‚Sexuellen Revolutionen‘ begegnet: in der Kunst, in der neuen Sexualwissenschaft, in umfassender Gesellschaftskritik und gegenwärtig in einer Konsumfreiheit unter dem Schlagwort ‚Konsensethik‘: Alles ist erlaubt, worauf man sich einigt. Dabei wird die Dominanz der energetisch oder manipulativ stärkeren Person außer Acht gelassen“, so Perner in ihrem Buch. Und die Autorin sieht dringenden Aufklärungsbedarf. Es brauche eine „salutogene“ – auf Gesundheitsförderung ausgerichtete – Verantwortungsethik, und zwar nicht nur der einzelnen Personen, sondern auch der gesamten Gesellschaft.

Zu hören am 30. April ab 7.05 Uhr auf Ö1.

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ISSN 2222-2464