Sensationeller Fund in Nationalbibliothek von Budapest

Von der „Hohen Schule“ in Loosdorf, die als Landschaftsschule im 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts mit ihrem reformpädagogischen Programm eine große Rolle spielte, ist außer der Originalschulordnung und einigen Fragmenten von Schulheften nichts mehr an Originaldokumenten übrig.(Foto: H.Miklas)
Von der „Hohen Schule“ in Loosdorf, die als Landschaftsschule im 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts mit ihrem reformpädagogischen Programm eine große Rolle spielte, ist außer der Originalschulordnung und einigen Fragmenten von Schulheften nichts mehr an Originaldokumenten übrig.(Foto: H.Miklas)

Helene Miklas entdeckt verschollen geglaubte Festschrift über Loosdorfer Schule

Budapest/Wien (epdÖ) – Sie galt lange Zeit als verschollen: die Festschrift „Progymnasmata Scholae Losdorpianae“ aus dem Jahr 1595. Laut einem Artikel von Karoly Karner, der den Titel „Eine Evangelische Kirchenbibliothek aus der Zeit der Gegenreformation“ trägt und im Jahrbuch der Gesellschaft für die Geschichte des Protestantismus in Österreich 68/1952 erschienen ist, sollte sie sich in der Kirchenbibliothek von Sopron befinden. Dort aber wurde sie nicht mehr gefunden.

Nun wurde das Original in der Nationalbibliothek Budapest von der Theologin und Religionspädagogin Helene Miklas entdeckt und digitalisiert an die Schallaburg übersandt. Dort wird sie in der Sonderausstellung „Freyheit und Bildung – 500 Jahre Reformation 2017“ eine Rolle spielen.

Von der „Hohen Schule“ in Loosdorf, die als Landschaftsschule im 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts mit ihrem reformpädagogischen Programm eine große Rolle spielte, ist außer der Originalschulordnung und einigen Fragmenten von Schulheften, die aus dem Einband der ersten Loosdorfer Taufmatriken gewonnen werden konnten, nichts mehr an Originaldokumenten übrig. Die öffentlichen Reden und Disputationen aus der Festschrift geben Einblick in den Schulalltag und zeigen unter anderem die hohe Qualität des Unterrichts.

ISSN 2222-2464