Schwerpunkte des Reformationsjahres in Klagenfurt präsentiert

Das Klagenfurter Landhaus, entstanden ein Jahr nach dem Thesenanschlag. Eine neue Broschüre gibt Einblicke ins evangelische Klagenfurt. (Foto: Johann Jaritz)
Das Klagenfurter Landhaus, entstanden ein Jahr nach dem Thesenanschlag. Eine neue Broschüre gibt Einblicke ins evangelische Klagenfurt. (Foto: Johann Jaritz)

Sauer: „Begegnungstag am 10. Juni lädt ein, Evangelische Kirche hautnah zu erleben“

Klagenfurt (epdÖ) – Eine Broschüre mit dem Titel „Reformation findet statt – eine evangelische Spurensuche durch Klagenfurt“, ein Tag der Begegnung am 10. Juni, das Schulprojekt „Kirchenschiff“ sowie ein Lutherstück am Stadttheater Klagenfurt sind die vier Schwerpunkte des heurigen Reformationsjubiläumsjahres in der Kärntner Landeshauptstadt, die auch den Titel „Reformationsstadt Europas“ trägt.

„Diese Broschüre soll eine Art Entdeckungshilfe beim Spurenlesen sein, Hintergründe und Geschichten deutlich machen und den Blick schärfen, in welch vielfältiger Weise uns Vergangenheit in unserem Alltag begegnet“, sagte der Historiker Alexander Hanisch-Wolfram, der die Broschüre am 30. Mai in der Klagenfurter Johanneskirche bei einer Pressekonferenz vorstellte. „Klagenfurt bietet eine Reihe von eindrucksvollen historischen Zeugnissen. 1518 wurde die Stadt an die Landstände übergeben, die bereits vom reformatorischen Geist inspiriert waren. In einer unglaublichen Aufbruchsstimmung entstanden zum Beispiel das Landhaus, der Dom und die erste Landschaftsschule, das Collegium Sapientiae et Pietatis, ein Vorläufer der Universität.“ Die Broschüre ist für fünf Euro in Buchhandlungen und in ausgewählten evangelischen Pfarrgemeinden erhältlich.

Der Tag der Begegnung am 10. Juni (von 11 bis 15 Uhr) bildet den zweiten Höhepunkt des Reformationsjahres in Klagenfurt. Lilo Buchacher und Pfarrer Rainer Gottas, die für die Organisation und Programmplanung verantwortlich sind, haben das abwechslungsreiche Programm vorgestellt. Superintendent Manfred Sauer freut sich, dass sich an diesem Tag der Begegnung einige evangelische Pfarrgemeinden aktiv beteiligen. „Wir wollen diesen Tag in der Innenstadt nützen, nicht nur um auf das Reformationsjubiläum aufmerksam zu machen, sondern auch um auf Menschen zuzugehen und Evangelische Kirche einmal anders, hautnah zu erleben“, so Sauer. Auch die Ökumene unterstütze die Aktion, so sei etwa Generalvikar Engelbert Guggenberger beim Tag der Begegnung dabei, darüber hinaus werde auch die katholische Kirchenzeitung „Der Sonntag“ berichten.

Ebenfalls vorgestellt wurde das neue Lutherstück, das in Kooperation mit dem Stadttheater Klagenfurt entstanden ist. Das Stück mit dem Titel „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“ wurde vom Autor, Theatermacher und Regisseur Cesare Lievi geschrieben. Es wird am 5. Oktober im Stadttheater Klagenfurt uraufgeführt.

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ISSN 2222-2464