Schwerpunkt Sudan

20. CSI-Schweigemarsch für Glaubensfreiheit am Freitag in Wien

Wien, 28. März 2001 (epd Ö) Auch heuer veranstaltet die österreichische Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International (CSI) in Wien einen Schweigemarsch, um auf die Situation von Christen aufmerksam zu machen, deren Glaubens- und Gewissensfreiheit gewaltsam eingeschränkt wird. Diesjähriges Schwerpunktland ist der Sudan, wo seit 1983 ein Bürgerkrieg zwischen dem arabisch dominierten Norden und dem schwarzafrikanischen Süden herrscht. CSI-Österreich hat als Gast den italienischen Comboni-Missionar Pater Renato Kizito Sesana eingeladen, der von Kenia aus Hilfe für die Nuba-Berge im Zentralsudan organisiert und als ausgesprochener Kenner Afrikas und des Sudans gilt.

Treffpunkt zum Abmarsch ist am 30. März 2001 um 16.45 Uhr in der Kärntnerstraße bei der Staatsoper. Um 17.30 Uhr findet unter musikalischer Begleitung der Schubert-Sängerknaben ein ökumenischer Gottesdienst im Stephansdom statt. Anschließend lädt CSI um 18.15 Uhr zu einer Agape bei afrikanischer Musik in den Stephanisaal im Curhaus, Stephansplatz 3, ein. Ab 19.00 Uhr geht Pater Sesana auf die Frage ein, wie der Friede im Sudan in religiöser und ethnischer Vielfalt Gestalt annehmen kann.

An den Folgen des Bürgerkriegs im Sudan starben bisher fast zwei Millionen Menschen. In der europäischen Öffentlichkeit werde dieser Bürgerkrieg als religiös motivierter Konflikt zwischen Christen und Muslimen wahrgenommen, so CSI-Österreich in einer Aussendung. Nicht wahrgenommen werde hingegen laut CSI, dass der Reichtum an Bodenschätzen im Südsudan Hauptauslöser für das neuerliche Ausbrechen der Kampfhandlungen war.

ISSN 2222-2464