Schumann als VEPPÖ-Obmann einstimmig wiedergewählt

Pfarrer Stefan Schumann wurde bei der Hauptversammlung des Vereins evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Österreich (VEPPÖ) in Neusiedl am See als Obmann wiedergewählt. (Foto: epdÖ)
Pfarrer Stefan Schumann wurde bei der Hauptversammlung des Vereins evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Österreich (VEPPÖ) in Neusiedl am See als Obmann wiedergewählt. (Foto: epdÖ)

„In fünf Jahren werden zehn Pfarrstellen fehlen!“

Neusiedl am See, 26. August 2014 (epdÖ) – Der Verein evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Österreich (VEPPÖ) – die Standesvertretung geistlicher AmtsträgerInnen und evangelischer TheologInnen – hat einen neuen, alten Obmann: Pfarrer Stefan Schumann wurde bei der Hauptversammlung am 25. August in Neusiedl am See einstimmig wiedergewählt. Schumann steht seit 16 Jahren dem Verein vor, der rund 400 Mitglieder hat. Schumann bedankte sich bei den Mitgliedern für das langjährige Vertrauen und bei den Vorstandsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit.

In seiner Grundsatzrede warnte Schumann erneut vor einem bevorstehenden Mangel an Pfarrerinnen und Pfarrer. Bereits 2001 habe er in einer Rede auf dieses Problem hingewiesen. Ganz aktuell rechnet Schumann vor: „In fünf Jahren werden zehn Pfarrstellen fehlen!“ Zwar sei die Zahl der Personen, die ein Theologiestudium oder ein Vikariat beginnen, erfreulich. „Die Zahl stimmt aber schon nicht mehr in Hinblick auf jene, die wirklich ein Pfarramt antreten und die Zahl steht keinesfalls im Verhältnis zu den erwarteten Pensionierungsjahrgängen.“ Angesichts der zentralen, „pastoralen Schlüsselrolle“, die Pfarrerinnen und Pfarrer spielen, fordert Schumann mehr Engagement seitens der Kirche. „Ich vermisse offensive Strategien, ich vermisse Programme, die offensiv junge Menschen für diesen Beruf werben.“ Der prognostizierte Mangel an geistlichen AmtsträgerInnen stelle die Kirche nicht nur vor große personelle Herausforderungen, auch theologisch würden sich hier viele Fragen auftun, die einer Antwort bedürfen. Derzeit werde jedenfalls sehr intensiv an der Weiterentwicklung des „Berufsbilds PfarrerIn“ gearbeitet. Schumann lobte hier ausdrücklich auch das Engagement des Kirchenpresbyteriums, das sich an diesem breiten Dialog aktiv beteilige.

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ISSN 2222-2464