Schon mehr als 100.000 Kindernothilfe-Schokoladen verkauft

Julia Zotter mit Kindern aus Cajamarca, denen der Schokoladenverkauf zu Gute kommt. Foto: Kindernothilfe
Julia Zotter mit Kindern aus Cajamarca, denen der Schokoladenverkauf zu Gute kommt. Foto: Kindernothilfe

50 Cent pro Zotter-Tafel für Schulprojekt in Peru

Wien/Riegersburg/Cajamarca (epdÖ) – Seit 2017 wird sie produziert, jetzt ist die 100.000. Tafel der Kindernothilfe-Schokolade der steirischen Schoko-Manufaktur Zotter über den Ladentisch gegangen. Das hat die Kindernothilfe in einer Aussendung mitgeteilt. 50 Cent pro verkaufter Tafel – Stückpreis 3,70 Euro – fließen in ein Projekt der Kindernothilfe im Norden Perus. Die 50.000 Euro aus dem bisherigen Schokoverkauf ermöglichen Mädchen und Buben, die schon im Volksschulalter in Ziegeleien und Steinbrüchen arbeiten müssen, in die Schule zu gehen.

„Bildung ist der sicherste Ausweg aus Armut und Ausbeutung“, erklärt Schokoladenmacher Josef Zotter in der Aussendung sein Engagement. „Vor zweieinhalb Jahren haben wir vom Projekt der Kindernothilfe im Norden von Peru erfahren und beschlossen, mit der Sorte ,Schokolade macht Schule‘ die arbeitenden Kindern dort zu unterstützen. Damit sie eine Schulbildung erhalten und aus der ausbeuterischen Kinderarbeit aussteigen können.“ Julia Zotter, die älteste Tochter des Chocolatiers, war selbst im Kindernothilfe-Projekt vor Ort, um sich ein Bild der Hilfe zu machen, und erzählt beeindruckt: „Es ist schön zu sehen, mit welcher Leidenschaft die Projektmitarbeiter eine Umgebung schaffen, in der die Kinder unbeschwert sein und in die Schule gehen können. Man kann hier wirklich etwas erreichen.“

Das Projekt

Der Stadtteil Santa Barbara in Cajamarca ist die zweitärmste Region Perus. Das Einkommen der Eltern reicht oft nicht aus, um für Nahrung, medizinische Versorgung oder eine Schulbildung aufzukommen. Schon im Volksschulalter schuften die Kinder Santa Barbaras in einer der rund 50 Lehmgruben und Ziegeleien, die sich hier im hügeligen Hochland angesiedelt haben. Viele der Kinder sind unterernährt, leiden durch die Schwerstarbeit unter Krankheiten der Atemwege, an der Haut und am Magen.

Die Kindernothilfe und ihr lokaler Partner IINCAP (Instituto de INvestigación y CApacitación y Promoción „Jorge Basadre“) stehen den arbeitenden Kindern zur Seite und weisen Wege aus der Ausbeutung. Den Müttern werden Schulungen angeboten, sie erhalten Kredite für eine kleine Unternehmensgründung oder können beispielsweise in der von IINCAP eingerichteten Backstube mitarbeiten. Damit sinkt die Notwendigkeit, dass die Kinder weiterhin in den Ziegeleien schuften müssen. Den Kindern finanziert das Projekt die Schulbücher und -uniformen, ermöglicht Bildung im eigens eingerichteten Förderzentrum, übernimmt Examensgebühren und erteilt kostenfreien Nachhilfeunterricht. Ältere Jugendliche erhalten Unterstützung bei der Berufsausbildung.

Die „Schokolade macht Schule“-Tafeln sind im Handel und online unter www.zotter.at erhältlich.

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ISSN 2222-2464