Schladming: 33. Mahnwache in Folge „für alle notleidenden Menschen“

Nach mehreren Online-Mahnwachen während der Coronakrise treffen sich die Menschen in Schladming nun wieder vor dem evangelischen Pfarrhaus. Foto: Mahnwachenkette Österreich wacht
Nach mehreren Online-Mahnwachen während der Coronakrise treffen sich die Menschen in Schladming nun wieder vor dem evangelischen Pfarrhaus. Foto: Mahnwachenkette Österreich wacht

Im November zur Unterstützung von Hossein K. gestartet

Schladming (epdÖ) – Zum 33. Mal in Folge findet am Donnerstag, 25. Juni, vor dem Evangelischen Pfarrhaus in Schladming eine Mahnwache „für alle notleidenden Menschen dieser Welt“ statt. Das teilten die Veranstalter in einer Aussendung mit. Begonnen hatten die wöchentlichen Mahnwachen als Reaktion auf die drohende Abschiebung des afghanischen Flüchtlings Hossein K. Damals konnte die Abschiebung des Lehrlings, der zum Christentum konvertiert war und in Schladming lebt, verhindert werden. Im März wurde bekannt, dass Hossein seine Lehre im Schladminger Diakonissenkrankenhaus fortsetzen kann.

Die drohende Abschiebung von Hossein habe die Menschen in Schladming vereint. Jetzt versammle man sich, um Menschen durch wachen und beten zu unterstützen. „Wir haben im Moment wenige Menschen hier im Ennstal die Schutz suchen, aber das Thema hat an Brisanz nicht verloren“, sagt Hannes Stickler, Betriebsleiter im Schladminger Diakonissenkrankenhaus und einer der Initiatoren der Mahnwachen, die während des Corona-Lockdowns virtuell stattfanden.

Unterstützt werden die Mahnwachen vom Verein „Brücken zur Welt“, der evangelischen Pfarrgemeinde Schladming, dem Sozialkreis im römisch-katholischen Seelsorgeraum Oberes-Ennstal und zahlreichen Privatpersonen.

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ISSN 2222-2464