Schiefermair: Für einheitliche Bundesverwaltung der Lehrer

Ein länderübergreifender Einsatz eines Religionslehrers bzw. einer Religionslehrerin ist organisatorisch nahezu unmöglich, kritisiert Oberkirchenrat Karl Schiefermair. Foto: epd/Uschmann
Ein länderübergreifender Einsatz eines Religionslehrers bzw. einer Religionslehrerin ist organisatorisch nahezu unmöglich, kritisiert Oberkirchenrat Karl Schiefermair. Foto: epd/Uschmann

Oberkirchenrat kritisiert unnötig komplizierte Verwaltung

Wien (APA-epdÖ) – Für eine Bundesverwaltung aller Lehrer sprach sich am, Donnerstag, 22. Jänner, der evangelische Oberkirchenrat Karl Schiefermair bei einer Pressekonferenz aus. Das derzeitige System, in dem die Verwaltung der Pflichtschullehrer den Ländern obliegt und für AHS-und BHS-Lehrer der Bund zuständig ist, bringe Probleme mit sich. Von einer einheitlichen Bundesverwaltung erhofft man sich Vereinfachungen.

Bundesgesetze würden teilweise von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausgelegt, auch die Organisation eines evangelischen Religionsunterrichts in dem kleinteiligen System sei unnötig kompliziert, argumentierte Schiefermair. Schon alleine der länderübergreifende Einsatz eines Religionslehrers bzw. einer Religionslehrerin sei organisatorisch nahezu unmöglich und bringe zudem große Gehaltseinbußen für die betroffenen ReligionspädagogInnen im Pflichtschulbereich mit sich. Der vor allem von Länder-Vertretern immer wieder angedachte vollständige Transfer der Zuständigkeiten in ihre Richtung sei aus seiner Sicht nicht sinnvoll, sagte er in Richtung der Bildungsreformkommission, die am selben Tag erstmals zusammentrat.

Zur kürzlich von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek ausgelösten Diskussion über Schulgrößen sollte man zuerst über regionale Vernetzung nachdenken und erst dann Schulschließungen ins Spiel bringen. Es brauche zudem mehr Initiativen, was Frühförderung und Elementarpädagogik betrifft.

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ISSN 2222-2464