Salzburg: Diakonie erzielte Verbesserungen in der Schubhaft

Salzburg (epd Ö) – Verbesserungen der so genannten „humanitären Standards“ in der Schubhaft im heurigen Jahr waren Anlass für eine gemeinsame Feier des Diakonie-Flüchtlingsdienstes und der Salzburger Bundespolizeidirektion am 11. Dezember. Die Salzburger Sozialbetreuung des Diakonie-Flüchtlingsdienstes feierte am Dienstag elf Jahre ihres Bestehens. Gefeiert wurde zuerst mit Klientinnen und Klienten im Schubhaft-Gefängnis und dann am Abend im Integrationshaus des Diakonie-Flüchtlings-dienstes.

 

Im Lauf des Jahres haben vier hauptamtliche Beraterinnen und Berater, ein Zivildiener und zwei Ehrenamtliche mit Hilfe eines Pools von ehrenamtlichen Dolmetschern insgesamt 625 Klientinnen und Klienten aus mehr als 50 Ländern betreut und mit ihnen fast 4.000 Beratungsgespräche geführt. Die Schubhäftlinge wurden dabei über den Stand ihrer laufenden Verfahren, Möglichkeiten einer Rückkehr, Perspektiven in Österreich etc. informiert. Außerdem wurden sie humanitär (Hygieneartikel, Kleidung, Brot), medizinisch (Übermittlung der Beschwerden und Sicherstellung der weiterführenden Versorgung) und sozial (regelmäßige Betreuung und Gewährleistung der Kontakte mit Verwandten) versorgt. Die meisten Klientinnen und Klienten kamen aus dem Kosovo, dem Irak und der Türkei.

 

Heuer gelang es der Diakonie in Salzburg u.a., ein kunsttherapeutisches Beschäftigungsprojekt durchzusetzen, das mit dem Anerkennungspreis für innovative Sozialprojekte (der „SozialMarie 2007“) ausgezeichnet wurde. Außerdem wurde die fremdsprachige Bibliothek ausgebaut und die Möglichkeit zum Tischtennisspiel geschaffen.

ISSN 2222-2464