„Ankyra“ erhält Alexander-Friedmann-Preis 2011

Verena Schlichtmeier (links), Leiterin von Ankyra, freut sich über die Auszeichnung. Rechts Monika Vyslouzil, Leiterin des Ilse Arlt Instituts für Soziale Inklusionsforschung und Mitglied der Jury des Dr. Friedmannpreises.
Verena Schlichtmeier (links), Leiterin von Ankyra, freut sich über die Auszeichnung. Rechts Monika Vyslouzil, Leiterin des Ilse Arlt Instituts für Soziale Inklusionsforschung und Mitglied der Jury des Dr. Friedmannpreises.

Psychotherapiezentrum des Diakonie-Flüchtlingsdienstes in Innsbruck ausgezeichnet

Wien (epdÖ) – Mit dem „Dr.-Alexander-Friedmann-Preis 2011“ wird das interkulturelle Psychotherapiezentrum „Ankyra“ des Diakonie-Flüchtlingsdienstes in Innsbruck ausgezeichnet. Er wird vom psychosozialen Zentrum ESRA aus Wien heuer bereits zum dritten Mal vergeben. Die Preisverleihung ist am 24. November in Wien.

Das Zentrum für interkulturelle Psychotherapie „Ankyra“ bietet seit Mai 2004 kultursensible, dolmetschunterstützte und traumaspezifische Psychotherapie und psychologische Beratung in Tirol. Das Team, bestehend aus PsychotherapeutInnen, PsychologInnen, PsychiaterInnen, AllgemeinmedizinerInnen und DolmetscherInnen, ist interkulturell und interdisziplinär zusammengesetzt. Besonders die unterschiedlichen Sprachen der KlientInnen stellen eine Herausforderung für beide Seiten dar. Durch die Verleihung dieses Preises möchte ESRA die Öffentlichkeit für die Probleme von traumatisierten Menschen sensibilisieren und auf den Wert gemeinnütziger Arbeit aufmerksam machen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird von privater Seite gestiftet. Die PreisträgerInnen werden von einer unabhängigen Jury ausgewählt. Der Namensgeber, Alexander Friedmann (1948-2008), war Mitbegründer und Obmann des Psychosozialen Zentrums ESRA. Er baute am Wiener Allgemeinen Krankenhaus (AKH) die Ambulanz für Transkulturelle Psychiatrie auf und setzte sich für Menschen ein, die durch Verfolgung, Flucht, Entwurzelung oder Folter schwer traumatisiert wurden.

ISSN 2222-2464